Aprilscherz? Es gibt großartige Gründe, diese zwei Schönheiten zum Leben zu erwecken
Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern, sagt der Volksmund. Das trifft im Besonderen für Aprilscherze zu. Auch gestern wurden sie uns in erstaunlicher Masse wieder auf die Lauscher und in unsere Newsfeeds geknallt. Wir ärgern uns über den jährlichen Quatsch, finden den ein oder anderen Unsinn dann aber doch ganz lustig. Und haben die Ulknudelei dann meist genauso schnell vergessen, wie wir sie aufgenommen haben.
Unser Motor1-eigener Aprilscherz hatte ein wenig mehr Durchschlagskraft. Wir mussten heute sogar dementieren, obwohl im Text relativ klar ersichtlich war, dass es sich um einen Jokus anlässlich des Aprilstarts handelte. Die Sehnsucht nach einem Dacia-Mittelklassekombi ist offenbar groß.
Was das mit den beiden aufregenden BMW M-Autos auf dem Startbild zu tun hat? Nun, auch BMW hält traditionell mit Aprilscherzen nicht hinter dem Berg. In diesem Jahr vernebelten die Münchner den Fans mit einem M2 Dakar und einem M3 Touring Evo-Rennwagen die Sinne. Die Renderings wurden auf BMWs offiziellem Instagram-Account veröffentlicht. Und während aufgrund der ziemlichen Unsinnigkeit des Unterfangens nie und nimmer mit einer Serienfertigung zu rechnen ist, stellen wir die Frage: Warum eigentlich nicht?
Wobei es bei einem GT3-Kombi ohne Straßenzulassung argumentativ natürlich ein bisschen schwierig wird mit einer Serienproduktion. Außer man gründet eine neue Rennserie, in der der Pilot dazu verpflichtet ist, seine Familie und den Hund ins Geschehen zu integrieren. Alternativ könnte man vorbringen, dass es einen Haufen Geld spart, wenn man keine Box mehr anmieten muss. Mechaniker und Telemetrie wirft man einfach ins Heck. So kann zudem noch viel schneller auf sich ändernde Umstände reagiert werden.
Zugegeben, das liest sich wie fürchterlicher Humbug, weswegen wir uns gerne realistischeren Szenarien zuwenden wollen. Es geht um den M2 Dakar. Der zweite Streich der Bayerischen Manufaktur der Witzbolde (BMW) hätte nämlich durchaus das Potenzial, nicht als einstiger Aprilscherz in den Archiven zu verstauben.
Mit seiner Höherlegung, den (noch) breiteren Backen, den neuen, Gelände-freundlicheren Schürzen und den Stollenreifen versprüht er einen herrlichen Rallye-Vibe. Potenzielle Kundschaft würde sich auch sicher nicht über den Dachträger mit Ersatzrad, die scharfe Zusatzbeleuchtung oder den Unterfahrschutz für den 480-PS-Sechszylinder beschweren.
Dass so ein Rezept durchaus funktionieren kann, wissen wir spätestens seit dem Lamborghini Huracán Sterrato und dem Porsche 911 Dakar. Gerade letzterer war trotz eines horrenden Preisschilds und einer doch relativ großen Auflage von 2.500 Autos im Nu vergriffen. Da dürfte ordentlich Marge gemacht worden sein.
Marge, der sich BMW M sicher nicht verschließen würde. Zumal der M2 ohnehin sehr sehr beliebt ist. Und Sammler würden für eine Offroad-Version des kleinen Performance-Coupés sicher tief in die Tasche greifen. Vor allem, wenn das Auto so viel Spaß bringen würde, wie der 911 Dakar mit seinem ungewohnten, aber hoch unterhaltsamen Fahrverhalten.
Nur so eine Idee, BMW. Schließlich habt Ihr das Thema aufgebracht. Oder was meinen Sie dazu?