Neue Version kann sogar ferngesteuert einparken
Der Hyundai Santa Fe erhält ab September ein Facelift. Allerdings untertreibt Hyundai mit der Bezeichnung Facelift etwas, denn das Mittelklasse-SUV basiert künftig auf einer neuen Fahrzeugplattform. Außerdem bekommt das Auto neue Antriebe (drunter ein Hybrid und ein Plug-in-Hybrid).
Nun verrät Hyundai die technischen Details der neuen Smartstream-Antriebe. Sowohl der Hybrid als auch der Plug-in-Hybrid besitzen einen 1.6 T-GDI als Verbrenner. Dazu kommen jeweils ein E-Motor und eine Lithium-Ionen-Polymer-Akku, wobei sich die Größen unterscheiden. Auch die Gesamtleistung der beiden Versionen ist unterschiedlich.
Die Hybrid-Version soll ab Herbst mit Zweirad- oder Allradantrieb erhältlich sein. Anfang 2021 soll der Plug-in-Hybrid starten; er ist mit serienmäßigem Allradantrieb ausgerüstet.
HybridPlug-in-HybridVerbrenner1.6 T-GDI1.6 T-GDIE-Maschine44 kW (60 PS)67 kW (91 PS)Akku1,5 kWh14 kWhSystemleistung230 PS / 350 Nm265 PS / 350 Nm
Beide Versionen erhalten eine neue Sechsgang-Automatik. Zu dem neuen 1.6 T-GDI aus der Smartstream-Familie gibt es noch keine Leistungsangabe, wenn man bei den beiden Antrieben die Leistung des Elektromotors von der Gesamtleistung abzieht, ergeben sich aber jeweils rund 170 PS.
Das Aggregat ist das erste, das die neue CVVD-Technologie (Continuously Variable Valve Duration) nutzt. Diese von Hyundai entwickelte Ventilsteuertechnologie reguliert die Öffnungs- und Schließdauer der Ventile je nach Fahrsituation und optimiert damit entweder die Leistung oder den Verbrauch. Außerdem verfügt der Motor über eine Niederdruck-Abgasrückführung (LP EGR), die das verbrannte Abgas vor dem Turbolader wieder einleitet. Das soll den Wirkungsgrad bei hoher Last erhöhen.
Alternativ zu den elektrifizierten Antrieben gibt es einen 2,2-Liter-Diesel aus der Smartstream- Familie, wahlweise mit Zweirad- oder Allradantrieb. Der neue Motor besteht aus Alu und ist damit leichter, außerdem soll die Reibung geringer sein. Zudem erfolgt die Einspritzung nun mit 2.200 bar (Vorgänger: 2.000 bar). Die Leistung erhöht sich geringfügig von 200 auf 202 PS, das Drehmoment bleibt konstant (440 Nm).
Statt mit einer Achtgang-Automatik wird der Diesel nun mit einem neuen Achtgang- Doppelkupplungsgetriebe (8DCT) kombiniert. Es soll den gleichen Schaltkomfort wie die Automatik aber einen höheren Wirkungsgrad bieten. Angaben zum Verbrauch des neuen Modells macht Hyundai noch nicht. Bisher lag der Santa Fe 2.2 CRDi 2WD Automatik bei einem Normverbrauch von 6,0 Liter.
Auch die Maße des Santa Fe ändern sich geringfügig, der Radstand bleibt allerdings gleich:
Der Allradantrieb HTRAC wird vom Vorgänger übernommen. Neu ist jedoch ein Drehregler, mit dem man Anpassungen für Sand, Schnee und Schlamm einstellen, aber auch die Fahrmodi Eco, Sport und Komfort wählen kann. Auf rutschigem Untergrund wird die Kraft automatisch auf alle vier Räder verteilt. Im Sportmodus werden bis zu 50 Prozent des Drehmoments auf die Hinterräder geleitet. Im Komfortmodus verteilen sich bis zu 35 Prozent des Drehmoments auf die Hinterräder. Im Eco-Modus wird nur der Vorderradantrieb genutzt, was Kraftstoff einspart. Eine zusätzliche Option ist der Smart-Modus, in dem der Santa Fe alles alleine entscheidet.
Neues bietet der Santa Fe auch in Sachen Displays und Konnektivität. Neben dem neuen 12,3-Zoll-Instrumentendisplay und dem 10,3-Zoll-Touchscreen gibt es den Telematikdienst Bluelink. Damit lassen sich Fahrzeugdaten aufs Smartphone holen; per App kann man außerdem das Auto ver- und entriegeln oder ein Ziel an das Navi senden. Zudem gibt es Echtzeit-Stauinfos und aktuelle Informationen über freie Parkplätze.
Die Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay und Android Auto klappt künftig auch kabellos; die kabellose Ladeablage in der Mittelkonsole erlaubt zudem nun ein schnelleres Aufladen des Handys. Zusätzlich steht den Passagieren im Fond ein USB-Ladeanschluss zur Verfügung. Der Getriebe-Wahlhebel wird im neuen Modell durch Shift-by-wire-Tasten ersetzt.
Natürlich sattelt Hyundai auch in Sachen Assistenzsysteme drauf. So verfügt das Santa Fe Facelift über den neuen Autobahn-Fahrassistenten Highway Driving Assist (HDA). Die Kombination aus Spurhalteassistent und Abstandsautomat, nutzt die Sensoren und Kartendaten, "um die Geschwindigkeit automatisch anzupassen", so Hyundai. Ob das bedeutet, dass Tempolimits automatisch übernommen werden, verrät der Hersteller nicht.
Außerdem kann der Santa Fe beim Rückwärtsfahren automatisch eine Notbremsung einleiten, wenn ein Hindernis erkannt wird. Auch ferngesteuertes Einparken ist möglich. Dazu steigt man aus und steuert den Wagen mithilfe des Schlüssels vorwärts oder rückwärts in die Parklücke.