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Sitzprobe: Der neue Renault Scénic

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Renault Scénic (2016) auf den Genfer Autosalon: Sitzprobe in dem kompakten Crossover-Van
© Motor1.com/Hersteller

Der VW Golf Sportsvan und der BMW 2er Active Tourer haben dem etwas biederen Van-Segment bereits zu neuer Attraktivität verholfen. Plötzlich ist es sogar ein bisschen schick, als Mittvierziger sein Mountainbike nicht mit dem SUV in die Berge zu bringen, sondern mit einem gut aussehenden Kompaktvan samt Crossover-Allüren. Renault selbst hat dieses Van-SUV-Mischverhältnis schon beim neuen Espace angewendet. Nun ist die Kompaktklasse dran: Mit dem neuen Scénic enthüllt der französische Hersteller auf dem Autosalon in Genf (3. bis 13. März 2016) die nunmehr vierte Modellgeneration des kompakten Vans. Ob Sie sich den neuen Scénic merken, oder ihn schnell wieder vergessen sollten? Unsere Sitzprobe liefert Ihnen die Antwort ...


Renault Scénic (2016) auf den Genfer Autosalon: Sitzprobe in dem kompakten Crossover-Van
© Motor1.com/Hersteller

2011 bis heute

Schon 2011 zeigte Renault auf dem Genfer Salon die Familienvan-Studie "R-Space" und gab mit ihr einen Design-Ausblick auf das, was wir jetzt in Serie sehen können: den neuen Scénic. Kennzeichen damals wie heute? Runde Formen, eine kurze Motorhaube, kurze Überhänge, eine breite Spur sowie eine stark ansteigende Gürtellinie.


Renault Scénic (2016) auf den Genfer Autosalon: Sitzprobe in dem kompakten Crossover-Van
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Neue Abmessungen

Gegenüber der Vorgängergeneration wuchs der Scénic in allen Abmessungswerten: Er ist jetzt 4,41 Meter lang (plus 4,0 Zentimeter), 1,87 Meter breit (plus 2,0 Zentimeter) und 1,65 Meter hoch (plus 1,3 Zentimeter). Außerdem hat er einen Radstand von 2,73 Meter (plus 3,2 Zentimeter), eine vordere Spurweite von 1,59 Meter (plus 4,9 Zentimeter) sowie eine hintere Spurweite von 1,58 Meter (plus 3,6 Zentimeter). Für mehr SUV-Flair erhöhte Renault die Bodenfreiheit: von 13 auf 17 Zentimeter.


Renault Scénic (2016) auf den Genfer Autosalon: Sitzprobe in dem kompakten Crossover-Van
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Zweifarb-Lackierung

Ob wir den Scénic oft in grellen Farbtönen sehen werden? Auswahl gibt es jedenfalls genug. Bei der Dachfarbe hat man die Wahl zwischen den Tönen "Black-Pearl-Schwarz-Metallic" für die Karosserielackierungen "Honig-Gelb", "Arktis-Weiß", "Perlmutt-Weiß", "Platin-Grau", "Stahl-Grau", "Dünen-Beige", "Amery-Blau", "Kosmos-Blau" und "Karmesin-Rot" sowie "Stahl-Grau-Metallic" für die Karosserielackierung "Black-Pearl-Schwarz".


Renault Scénic (2016) auf den Genfer Autosalon: Sitzprobe in dem kompakten Crossover-Van
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Redakteur Manuel Lehbrink zum neuen Scénic

"Kaum zu glauben, dass der Scénic mit dieser Konzeptfahrzeug-Optik in Serie geht. Er sieht sehr futuristisch aus und die Mischung aus den Segment-Zutaten von Van, SUV und kompaktem Crossover sind ein aufregendes neues Gericht geworden. Die vergrößerten Abmessungen versprechen ein multifunktionales Einsatzgebiet, doch das auffällige Design kann dem Scénic auch zum Verhängnis werden. Interessenten könnten mit der schicken Franzosenoptik schlichtweg überfordert sein und deshalb zum Sportsvan oder dem 2er Active Tourer greifen."


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Es werde Licht

Die aufwendig gestalteten Scheinwerfer gefallen und das C-förmige LED-Tagfahrlicht sorgt für eine Lichtsignatur mit hohem Wiedererkennungswert.


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Es werde Licht

Wer will, der kann: Die Frontscheinwerfer arbeiten je nach Ausstattungsvariante mit LED-Technik.


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Es werde Licht

Bei den großen Heckleuchten mit Sichel-förmigem Blinker kommt ebenfalls LED-Technik zum Einsatz.


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Klassische Verbrenner und ein Diesel-Hybrid

Hinter dem großen Markenrombus und dem Kühlergrill lässt sich ein vielfältiges Motorenangebot ordern. Es umfasst zwei Benziner (115 und 130 PS) und fünf Dieselaggregate (110, 130 und 160 PS). Darunter befindet sich erstmals bei Renault auch ein Diesel-Hybrid. Bei dieser Variante wird der 110-PS-Diesel von einem Elektromotor unterstützt. Ende 2016 soll dieses System auch für den neuen Mégane auf den Markt kommen.


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Auf großem Fuß

Kaum zu glauben, aber der neue Renault Scénic parkt serienmäßig auf riesigen und sehr schick aussehenden 20-Zöllern. Die Reifen für den Kompaktvan sind im Format 195/55 ausgeführt. Ob die großen Felgen den Fahrkomfort beeinlussen? Laut Renault soll dies nicht der Fall sein.


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Detailverliebt

Schick und schlau: Die vordere und untere Zierleiste des A-Säulen-Fensters wird zur Basis der Außenspiegel.


Renault Scénic (2016) auf den Genfer Autosalon: Sitzprobe in dem kompakten Crossover-Van
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Helle und gute Aussichten

Durch die dreiteilige Panorama-Frontscheibe im Stil des Espace gelangt viel Licht in den Innenraum. Ein weiterer Pluspunkt: Die Rundumsicht nach vorne ist durch das viele Glas einfach fantastisch.


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Tag der offenen Tür

Schon beim Blick auf die Innenverkleidung der Tür wird klar: Wer will, kann auf edle Materialien zurückgreifen. Die gute Verarbeitung gibt es serienmäßig dazu.


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Top-Komfort: Die Frontsitze

Wer schon einmal einen Blick in den neuen Talisman oder den Espace geworfen hat, dem dürften die Sitze bekannt vorkommen. Auch im Scénic sind sie mit sogenanntem "Dual Density"-Schaumstoff in zwei Stärken gepolstert. Dazu sind sie schön breit und überaus bequem.


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Elektrisch verstellbar

In den gehobenen Versionen kommen Vordersitze mit elektrischer Verstellung und Massagefunktion auf der Fahrerseite hinzu.


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Aufwendige Kopfstützen

Die in mehreren Achsen verstellbaren Kopfstützen sind ein tolles Detail am Scénic. Mit den klappbaren Seitenteilen stabilisieren sie den Kopf mittig.


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Funktional und ergonomisch: Das Cockpit

Redakteur Manuel Lehbrink: "Man sitzt ganz Van-untypisch im Scénic. Nämlich schön tief im Fahrzeug. Trotzdem hat man einen guten Überblick (obwohl die stark abfallende Motorhaube nicht zu sehen ist) und man erreicht alle wichtigen Funktionen, ohne sich lang zu machen oder auf dem Sitz hin und her zu rutschen.


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Die verschiebbare Mittelkonsole

Ein besonderes Detail im Scénic-Innenraum ist die verschiebbare Mittelkonsole mit integriertem 13-Liter-Staufach sowie Anschlüssen für Smartphone und mobile Audiogeräte. Wenn sich das auf Schienen stehende Modul in der vorderen Position befindet, schließt es direkt an den Instrumententräger an und dient als Mittelarmlehne. Mit einem Handgriff und wenig Kraftaufwand ...


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Die verschiebbare Mittelkonsole

… lässt sich die Konsole nach hinten schieben. Damit macht man sie nicht nur in der zweiten Reihe bequem zugänglich, sondern zaubert auch noch zwei Getränkehalter hervor.


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Leder in der Hand

Das Lederlenkrad ist griffig, aber nichts Besonderes. Multifunktionsvolante gehören heutzutage zur Pflichtausstattung.


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Alles im Blick

Anders als beim Vorgänger liegt das Kombiinstrument nun direkt im Blickfeld des Fahrers. Gut ablesbar ist es dort auf jeden Fall und die Grafik scheint auf den ersten Blick auch detailreich genug. Wie flüssig sich beispielsweise die Tachonadel bewegen wird, konnten wir im Stand leider noch nicht ausprobieren.


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Infotainment

Weil der Scénic wie der Espace, der Talisman oder der Mégane auf dem modularen CMF-Baukasten aufbaut, teilt sich der Van-Newcomer auch im Innenraum viel Technik mit seinen größeren Verwandten. Dazu zählt unter anderem das gefällige Online-Multimediasystem R-Link 2 mit hochformatigem 8,7-Zoll-Touchscreen.


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Die Getriebewahl

Geschaltet wird stets mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Bei den Trockenübungen im Stand lassen sich erst einmal keine Unregelmäßigkeiten ausmachen. Der 110-PS-Einstiegsdiesel ist darüber hinaus mit einem Siebengang-DSG erhältlich, der Top-Diesel lässt sich mit Sechsgang-DSG ordern.


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Multi-Sense

Hinter diesem Knopf verstecken sich vier vorprogrammierte Einstellungen für Fahrerlebnis (Gas, Bremse, Lenkung, Fahrwerk) und Innenraumambiente (Beleuchtung, Darstellung des Kombiinstruments): "Eco", "Comfort", "Neutral" und "Sport". Ergänzt werden diese durch den frei konfigurierbaren "Perso"-Modus.


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Reichlich Assistenz

Weil durch die hohe Heck-Gürtellinie und die massiven C-Säulen die Sicht nach hinten etwas eingeschränkt ist, ist ein Parkassistent keine schlechte Wahl im reichlich geschmückten Bouquet der Assistenzsysteme.


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Kompaktes Fahrzeug mit üppigem Fond

"Selbst mit einer Körpergröße von knapp 1,90 Meter und als Sitzriese fühle ich mich wohl im Fond", so Redakteur Lehbrink. "Ich würde auf der Rückbank zwar nicht von München nach Genf (rund 600 Kilometer) fahren wollen, doch mit einem 100-Kilometer-Trip hätte ich kein Problem."


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Noch mehr Glas

Für die messbar guten Platzverhältnisse im Fond ist der vergrößerte Radstand verantwortlich. Zu dem luftigen Gefühl trägt das große Panorama-Glasdach bei.


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Tablett fürs Tablet

In den Rückenlehnen der Frontsitze sind ausklappbare Tabletts integriert. Die drei Erhebungen auf dem Tablettboden sind zur Fixierung von Tablet-PCs gedacht.


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Auf Zack ... ähm ... Zug

Auch ein Gummiband halt Objekte in Position. Zum Beispiel Getränkeflaschen.


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Spielen ohne Pause

Im Fond verfügt der Scénic über eine AUX-, zwei USB- und eine Zwölf-Volt-Schnittstelle. Hier können die vornehmlich jungen Passagiere ihre Smartphones und Tablets laden.


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Verstaumöglichkeiten

In einem integrierten Fach ist Platz für allerlei Kleinigkeiten.


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Privatsphäre, bitte

Damit sich die Passagiere auf der Rückbank vor neugierigen Blicken oder Sonne schützen können, versteckt Renault ausziehbare Sonnenrollos in den Türen.


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Klappe und Kofferraum

Die weit nach oben schwingende Klappe könnte für Probleme in einer flachen Tiefgarage sorgen. Hinter der Kofferraumluke wuchs der Gepäckraum auf 572 Liter. Ein BMW 2er Active Tourer hat nur 468 Liter zu bieten, ein VW Golf Sportsvan allerdings 590 Liter.


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Automatisch umklappbar

Mit einem Tastendruck lässt sich die Rücksitzbank vom Kofferraum aus entweder komplett, zu einem Drittel oder zu zwei Dritteln umklappen.


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Raum für Freizeit

Auch wenn sich nach dem Umklappen der Rücksitze keine ebene Ladefläche ergibt, ist trotzdem genug Platz für ein Fahrrad oder die Skiausrüstung.


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Und alles in allem?

Redakteur Manuel Lehbrink meint: "Es muss nicht immer gleich ein SUV sein und der Scénic zeigt in seiner vierten Generation eindrucksvoll, dass ein kompakter Van nicht mehr nur eine langweilige kleine Familienkutsche sein muss. Nein, der Scénic hat das Potenzial, auch ein schicker und komfortabler Freizeitbegleiter zu werden. Wenn er sich jetzt noch sportlich und agil bewegen lässt und auch der Preis stimmt, dann sollten sich Golf-Sportsvan- und 2er-Active-Tourer-Sympathisanten auch mal auf einem Renault-Händlerhof die Beine vertreten."


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