Auch das Jahr 2016 hält wieder einige spannende Geburtstage im Auto-Sektor bereit. Diverse Jubiläen wie etwa 100 Jahre BMW werden bereits im großen Maßstab zelebriert, andere sind kaum bekannt. Oder hätten Sie gewusst, dass der erste Opel Astra auch schon 25 Jahre alt wird? Wir zeigen Ihnen, wo es Grund zum Feiern gibt.
Er begründete das Segment der Roadster und Cabrios mit Metall-Klappdach: der Mercedes SLK. Bereits 1994 hatte man eine Studie gezeigt, der heutige Daimler-Chef Zetsche trieb die Entwicklung zum Serienmodell voran. 1996 kam der SLK heraus und sorgte für Aufsehen.
Wir sagen es ja nur ungerne, aber die ersten VW Golf III erhalten in fünf Jahren das H-Kennzeichen. Ganz genau: Jener rundgelutschte Golf, der 1991 auf den Markt kam und mit Rostproblemen überraschte.
Zwei Jahrzehnte nach seinem Debüt ist der Citroën Saxo im Nebel der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Herausragende Merkmale hatte der mit dem Peugeot 106 verwandte Kleinwagen weder optisch noch technisch zu bieten.
Als VW im Jahr 1996 einen komplett neuen Passat zeigte, waren die Fachleute aus dem Häuschen. Sowohl beim Design als auch bei der Wertigkeit klopfte der intern B5 genannte Passat bei Audi an. Der B5 war das erste echte "Ferdinand-Piëch-Auto" von VW.
450 PS, 317 km/h Spitze, 420.000 Mark teuer: Der Porsche 959 hing ab 1986 in vielen Kinderzimmern an der Wand oder stand als Modell auf dem Tisch. Mit dem allradgetriebenen 959 zeigte Porsche ohne Rücksicht auf Verluste, was technisch möglich war. Gewissermaßen ist der rund 300-mal gebaute Supersportler der Bugatti Veyron der 1980er-Jahre.
Wo sind sie nur alle geblieben? Der windschnittige Opel Omega löste 1986 den seligen Rekord ab und wurde auch prompt "Auto des Jahres". Massive Qualitätsprobleme zerstörten die Vorschusslorbeeren, der Rost raffte schon früh viele Omega A hin.
Er ist quasi der Ur-Opa der aktuellen Mercedes E-Klasse: Der Mercedes 170 V debütierte im Jahr 1936. Sein Zusatzbuchstabe wies auf den vorne eingebauten Motor hin, denn es gab auch einen 170 H mit Heckmotor. Doch dieser wurde nicht lange gebaut, während der 170 V noch lange nach dem Krieg Mercedes wieder auf die Beine half.
Noch ein vergessener französischer Kleinwagen: Der Citroën AX wurde immerhin zwölf Jahre lang von 1986 bis 1998 gebaut. Beim AX setzte man auf verzinkte Bleche, herausragend war der sehr sparsame Diesel. Er erreichte locker eine Vier vor dem Komma.
Nie wieder war ein offener BMW so schön wie das Cabriolet des 3ers der E30-Baureihe. Präsentiert wurde er auf der IAA 1985, aber erst ab 1986 verkauft. Zunächst gab es nur den starken 325i. Sehr selten blieb das M3 Cabrio, von dem nicht einmal 800 Exemplare entstanden.
Das wichtigste Auto-Jubiläum des Jahres 2016 ist fraglos das des Automobils selber. Im Januar 1886 meldete Carl Benz seinen Motorwagen zum Patent an. Hier sehen wir ihn im Alter von 81 Jahren auf seiner Erfindung.
Seit 1977 hielt nur noch Mazda die Wankel-Fahne hoch. Sehr erfolgreich war der erste RX-7, dessen 1986 präsentierter Nachfolger geriet hingegen größer und teurer. Aktuell arbeiten die Japaner am Comeback des Kreiskolbenmotors.
Was musste sich die damals neue S-Klasse anno 1991 für Spott anhören. Zu wuchtig sei sie geraten, ein Panzer auf Rädern. Und dann erst diese putzigen Peilstäbe, die beim Einparken aus dem Heck fuhren. Dabei zeugen sie genauso von technischem Gehirnschmalz wie der beeindruckende V12 mit 408 PS im 600 SE. Seltsam: Über viel riesigere SUVs regt sich inzwischen keiner mehr auf.
Er stürzte Opel in die Krise: Nicht nur, dass 1991 der Kadett plötzlich Astra hieß, auch die Qualität von Technik und Blech sank rapide. Schuld war Produktionsvorstand José Ignacio López, der die Zulieferer zu extremen Sparmaßnahmen zwang. Auch in den Opel-Werken wurden die Kosten reduziert. Viele Astra F rosteten ihren Besitzern förmlich unter dem Hintern weg.
Was mit dem Porsche 924 begann, fand im 968 seinen krönenden Abschluss: Er war das letzte Transaxle-Fahrzeug aus Zuffenhausen. Mitarbeiter und Besitzer schwärmen noch heute von der sagenhaften Qualität des 968.
Zum echten Rivalen des VW Golf entwickelte sich der Citroën ZX nur in seiner Heimat Frankreich. Eindruck schindete der ZX aber im Motorsport: 1994 gewann ein stark abgewandeltes Modell die Rallye Paris-Dakar. Apropos abwandeln: Mit Stufenheck wird der ZX noch heute in China gebaut.
Diese Limousine war 1986 das Ausrufezeichen der Marke BMW. Mit dem 7er der Baureihe E32 konnten die Münchner erstmals für Angst und Schrecken bei Mercedes sorgen. Vor allem, als ein Jahr später der erste deutsche Nachkriegs-V12 unter die bildhübsche Karosserie wanderte.
Aus eins mach vier: Mitte der 1980er-Jahre brachten Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Saab ihre Version einer gemeinsam entwickelten Mittelklasse-Limousine heraus. Bei Fiat hörte das Resultat auf den Namen Croma. Im Croma wurde auch der erste Diesel-Direkteinspritzer angeboten, aber nur in Italien.
Wann haben Sie das letzte Mal bewusst einen Renault 21 gesehen? Selbst wenn einem ein Exemplar der Mittelklasse-Baureihe begegnet, nimmt man es kaum wahr. Das Design des 21 ist schlicht zu zweckmäßig und unauffällig. In den USA wurde der Renault übrigens als "Eagle Medallion" verkauft.
Für viele Fans der Marke ist er das Symbol für Mercedes-Benz schlechthin: der W 123. Als Taxi war er in der Bundesrepublik allgegenwärtig, später gingen viele der 2,7 Millionen gebauten Exemplare des "letzten echten Benz" in den Export nach Afrika oder den Nahen Osten, wo sie heute noch fahren.
50 PS und 6,5 Liter Verbrauch mögen aus heutiger Sicht nicht berauschend sein, anno 1976 war der VW Golf Diesel damit ein Sparwunder. 19 Sekunden auf 100 km/h waren die Kehrseite, die sich erst 1982 mit dem Erscheinen des Golf GTD besserte.
Mit einem Fließheck sollte der Lancia Gamma ab 1976 in der oberen Mittelklasse angreifen. Dem eigenwilligen Design lag eine Pininfarina-Studie von 1967 zugrunde. Deutlich stärker nagten aber massive Qualitätsprobleme am Image des Gamma.
Mit der ersten 6er-Reihe zeigte BMW 1976 bereits Designelemente der ein Jahr später debütierenden 7er-Reihe. Das schmucke Coupé wurde anfangs bei Karmann montiert. 13 Jahre lang blieb der 6er im BMW-Programm.
Der Citroën LN (später LNA) war eigentlich ein umetikettierter Peugeot 104. Ihn gab es schon seit 1972, der stets dreitürige LN folgte 1976. Als Antrieb fungierte zunächst ein Zweizylinder-Boxer. Zum Nachfolger wurde vor 30 Jahren der AX.
Im März 1966 präsentierte BMW den 1600-2. Die Zusatzzahl sollte zeigen, dass es sich um den neuen Zweitürer von BMW handelte. Doch schnell wurde daraus der "Null-Zwo". Der Großvater der 3er-Reihe begründete den guten Ruf von BMW hinsichtlich schneller Sportlimousinen.
Fast 1,3 Millionen Fahrzeuge in nur sechs Jahren Bauzeit: Der 1966 enthüllte Rekord C wurde zum Opel-Schlager. Gründe waren die enorme Bandbreite an Motoren bis hin zum Sechszylinder im fast baugleichen Commodore und die verschiedenen Karosserieformen. So bekam jeder Wirtschaftswunder-Bürger seinen Rekord zugeschnitten.
Kaum ein anderes Modell ist so um die Welt gereist wie der Fiat 124. Seine moderne Konzeption machte ihn zum "Auto des Jahres". Die Limousine und der Kombi überlebten als Lada und mit vielen Änderungen bis ins 21. Jahrhundert. Gebaut wurde der 124 aber auch in Spanien, Indien, der Türkei und sogar in Südkorea.
Kleine Abmessungen und ein Heckmotor: Die Grundkonzeption des Renault 4CV ähnelt dem VW Käfer. Aber das "Cremeschnittchen", wie der Renault aufgrund seiner Form genannt wurde, weist einen wassergekühlten Reihenvierzylinder auf. 1946 vorgestellt, wurde der 4CV sogar in Japan gefertigt.
Das meistverkaufte Auto der Welt? Der Toyota Corolla, allerdings nur hinsichtlich des stets gleichen Namens. Fast alles andere hat sich seit 1966 grundlegend geändert. In Deutschland wurde der erste Corolla nicht angeboten, aber in der Schweiz. Dort war er etwas teurer als ein Opel Kadett.
Unglaublich schön, aber unglaublich teuer. Zu den Ikonen der Marke BMW gehört zweifelsohne der betörende 507. Von 1956 bis 1959 wurde der Roadster lediglich 254-mal gebaut. Damals war er so teuer wie ein Mercedes 300 SL, heute ist es wieder genauso.
Nach dem "Buckel-Volvo" trug der P120 Amazon (damals noch kein Buchhändler) zum unverwüstlichen Ruf der schwedischen Marke bei. Außerhalb Schwedens entfiel der Zusatz "Amazon", den sich damals ein Zweiradhersteller hatte schützen lassen. Die leicht amerikanisch angehauchte Form sorgte für einen hohen Exportanteil.
Extrem flach und extrem stark: Längst ist der Lamborghini Miura auf dem Sportwagen-Olymp angekommen. 1966 muss der 1,05 Meter flache V12-Renner wie ein Ding vom anderen Stern gewirkt haben.
Der Film "Die Reifeprüfung" machte den Alfa Spider weltberühmt, obwohl so manchem Beobachter die 1966 gezeigte Urversion zu rundlich erschien. 1969 folgte daher eine kantigere Heckpartie. Insgesamt sollte sich das Spider-Design aber als so zeitlos erweisen, das erst 1994 ein echter Nachfolger kam.
Am 7. März 1916 begann die Geschichte des BMW-Konzerns. An diesem Tag wurde als Nachfolger der Gustav-Otto-Flugmaschinenfabrik mit Sitz an der Lerchenauer Straße in München die Bayerische Flugzeugwerke AG gegründet. 1922 wurden auf diese der Motorenbau, der Name und das Markenlogo der Bayerischen Motoren Werke AG übertragen. Damit gilt der 7. März 1916 als Gründungsdatum der "Neuen BMW AG".
Hier sehen wir den ersten Messeauftritt der Marke Mercedes-Benz. Vor 1926 existierten beide Marken eigenständig, Mercedes gehörte zur Daimler-Motoren-Gesellschaft. Als Daimler und Benz schwächelten, schlug die Deutsche Bank eine Fusion vor. Aus dem Daimler-Benz-Konzern wurde 1998 die DaimlerChrysler AG, seit 2007 nennt man sich nur noch Daimler AG. In der Pkw- und Lkw-Marke Mercedes-Benz lebt Benz aber weiter.
Einen Riesenschritt in die Zukunft bedeutete die dritte Generation des Audi 80. Gelobt wurden die aerodynamisch optimierte Karosserie und die guten Fahreigenschaften, Kritik gab es für den kleinen Kofferraum.