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Q2: Eine für Audi-Fans ungewohnte Nummer. Tatsächlich steht das neue SUV der Marke größenmäßig zwischen A1 und A3. Ist der Q2 also ein spezieller Fall oder hat er das Potenzial zur ganz großen Nummer? Auf dem Genfer Autosalon 2016 sind wir mit dem Audi Q2 bereits auf Tuchfühlung gegangen.
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Das ist er also, der neue Audi Q2. Bis zur Premiere in Genf war er ein gut gehütetes Geheimnis. Der Q2 ist das erste Auto aus der Feder des seit 2014 amtierenden Audi-Designchefs Marc Lichte. Er sagt, man habe für den Q2 eine betont geometrische Formensprache gewählt."
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Besonders markant ist die farblich abgesetzte C-Säule. Meinen Geschmack trifft diese Lösung nicht unbedingt, aber ein Hingucker ist sie allemal. Der Audi Q2 ist 4,19 Meter lang. Damit befindet er sich ziemlich genau in der Mitte zwischen dem A1 Sportback (3,97 Meter) und dem A3 Sportback (4,31 Meter). Das nächstgrößere SUV im Audi-Programm ist der 4,39 Meter lange Q3."
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Manch Betrachter fühlt sich beim Q2-Heck an den VW Polo erinnert. Ich finde: Endlich ein Audi, bei dem man den Typ sofort erkennt. Der Q2 ist übrigens 1,51 Meter hoch und 1,79 Meter breit."
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Das Q2-Cockpit erinnert stark an die Kommandoeinheit des A3. Aber auch A1-Fahrer werden Details wiedererkennen. Sehr positiv ist der niedrige Mitteltunnel. Recht untypisch für ein SUV, aber von Audi gewollt ist die tiefe Sitzposition."
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Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Optional bekommt der Q2 das aus dem A4 und TT bekannte "Virtual Cockpit". Den volldigitalen Instrumenten mit verschiedenen Möglichkeiten der Ansicht scheint bei Audi die Zukunft zu gehören. Noch 2016 erwarten wir diese Lösung auch im A3.
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Der Startbildschirm gibt einen Vorgeschmack auf das virtuelle Cockpit. Bei diesem kann der Fahrer zum Beispiel die Karte des Navis in Großansicht betrachten. Stets fest installiert, weil konventionell, sind die unten zu sehenden Anzeigen für die Kühlwassertemperatur und den Tankinhalt.
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Wenig Überraschungen bietet das vom A3 bekannte Multifunktionslenkrad. Die "View"-Taste ändert die Darstellung der Instrumente.
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Beim teuersten Navigationssystem im Audi Q2, dem "MMI Navigation Plus", unterstützt Google die Darstellung. Den versenkbaren Monitor weist jeder Q2 serienmäßig auf.
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Wer das Top-Navi gemeinsam mit "MMI Touch" bestellt, erhält ein Touchpad auf dem zentralen Bedienelement. Damit lassen sich zum Beispiel Buchstaben und Zahlen handschriftlich eingeben.
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Wie gewohnt setzt Audi auch im Q2 viel auf hochwertige Haptik. Ein Beispiel sind die Metallringe, mit denen die Luftausströmer geöffnet und geschlossen werden.
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Auch bei der optionalen Klimaautomatik trifft man auf Metallregler. In der darüber liegenden Schalterleiste befindet sich ganz links die "Drive Select"-Taste. Mit diesem optionalen System kann der Q2-Fahrer die Charakteristik des Wagens ändern, erst recht, wenn er auch noch adaptive Dämpfer bestellt.
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Als sehr bequem erweisen sich die mit Leder bezogenen Sportsitze. Umsonst gibt es sie allerdings nicht, serienmäßiger Standard ist Stoff.
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Wir sprachen bereits über die farblich abgesetzte C-Säule. Ein zusätzliches Fenster gibt es dort also nicht. Die Folge merkt man beim Schulterblick vom Fahrerplatz aus. Die breite Säule versperrt einen guten Teil des Geschehens hinter dem Q2. Parkpiepser am Heck sollten daher unbedingt mitbestellt werden.
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Das Platzangebot im Fond des Q2 geht in Ordnung. Überragend ist es aber nicht, auch mit Blick auf die Kopffreiheit. Hinter mir lässt sich zudem der recht schmale Ausschnitt der hinteren Tür erahnen.
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Auf Wunsch öffnet die Heckklappe elektrisch. Weil die Rückleuchten nicht geteilt sind, verliert die Kofferraumöffnung etwas an Breite."
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Das Volumen des Gepäckraums gibt Audi mit 405 bis 1.050 Liter an. Das geht in Ordnung, wenn man die Größe des Q2 betrachtet und auf andere Modelle des Herstellers sieht. 380 Liter gehen in den A3 Sportback, 460 Liter in den Q3.
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Gut durchdacht ist die optionale 40:20:40-Aufteilung der hinteren Sitzlehnen. Wer gerne Skier transportiert, wird diese Lösung zu schätzen wissen.
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Nach dem Umlegen der Lehnen steigt die entstandene Fläche leicht an. Praktisch: Seitliche Netze im vorderen Bereich des Kofferraums.
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Was steckt beim Q2 unter der Haube? Los geht es wie beim Seat Ateca mit einem Dreizylinder-Turbobenziner, der einen Liter Hubraum aufweist. Darüber rangieren zwei Vierzylinder-Benziner mit 1,4 und zwei Liter Hubraum. Wer lieber Diesel tankt, kann aus drei Motoren mit 1,6 und zwei Liter Hubraum wählen. Die Leistungsspanne reicht von 116 bis 190 PS. Gut: Für alle Motoren ist optional ein Doppelkupplungsgetriebe erhältlich."
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Als Premiumhersteller leistet sich Audi beim Q2 einige aufwendige Lösungen. Ein Beispiel ist ein Gasdruckdämpfer, der die Motorhaube offen hält.
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Der Zweiliter-Diesel des auf der Messe gezeigten Q2 präsentiert sich gut verpackt. Wer ab und zu den Ölstand prüft und Wischwasser nachfüllt, freut sich über die weit vorne platzierten Zugänge. Ein interessantes Detail ist der weniger verschmutzungsanfällig angebrachte Entriegelungshebel für die Motorhaube.
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Für den stärksten Diesel und den Zweiliter-Benziner ist optional der quattro-Allradantrieb erhältlich. Bei den entsprechenden Modellen wird dann zudem an der Hinterachse eine Vierlenkerkonstruktion verbaut.
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Der hier gezeigte Audi Q2 steht auf Reifen des Formats 235/40 ZR 19. Ganz schön groß für solch ein kompaktes Auto. Doch selbst 20-Zöller dürften kein Problem darstellen."
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Auch ein großes Panorama-Glasdach hat Audi im Angebot. Gut zu erkennen ist hier die nach hinten abfallende Dachlinie des Q2.
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Lange Zeit nutzte Alfa Romeo für einige seiner Modelle den Begriff Q2 als Zusatzkürzel. Auch deshalb geisterte das kleine Audi-SUV lange als Q1 durch die Presse. Nach einer Einigung mit dem Alfa-Mutterkonzern FCA hält Audi jetzt aber die Rechte an den Namen Q2 und Q4.
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Die Q2-Rückleuchte im Detail: Natürlich wird es sie auch mit LED-Technik geben.
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Lust auf den Audi Q2 bekommen? Dann müssen Sie sich noch etwas in Geduld üben. Ab Mitte des Jahres werden Bestellungen angenommen, dann sind auch die Preise bekannt. Zum Händler kommt der Q2 aber erst im Herbst 2016, in der Schweiz dauert es offenbar sogar bis November dieses Jahres.
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Redakteur Roland Hildebrandt: "Ein Typ mit Ecken und Kanten. Nicht ich, sondern der neue Audi Q2. Einige werden ihn vielleicht zu sachlich oder gar langweilig finden. Aber er sticht positiv aus dem aktuellen Markendesign hervor. Man ist auf dem richtigen Weg. Der Q2 dürfte darüber hinaus viele Kunden ansprechen, denen der A1 zu klein, der A3 wiederum zu teuer ist."
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Voraussichtlich im Jahr 2017 bekommt der Audi Q2 einen VW-Bruder. Der T-ROC (Bild) stand 2014 als Studie in Genf. Mit 4,17 Meter Länge und 2,59 Meter Radstand weist er fast die gleichen Abmessungen wie der Q2 auf. Möglich macht es der modulare Querbaukasten MQB. Die Serienversion wird hintere Türen bekommen und sich zwischen einem Polo-SUV und dem Tiguan einsortieren.