Der Genfer Autosalon steht vor der Tür: Vom 3. bis zum 13. März 2016 blickt die Autowelt in die Schweiz. Die interessantesten Neuheiten zeigen wir in unserer Bildergalerie - mit Fotos, von denen viele ganz frisch von den Pressetagen (1. und 2. März) kommen. Klicken Sie sich durch!
Zur Jahresmitte 2016 startet der neue Mittelklasse-Wagen von Alfa, aber er ist schon fertig und steht auf dem Genfer Autosalon. Hinterradantrieb ist Standard, die starken Versionen haben Allradantrieb. Endlich verrät Alfa auch die Motorisierungen: Los geht es mit einem 2,2-Liter-Diesel mit 150 oder 180 PS, außerdem gibt es einen 200-PS-Benziner und den V6-Biturbo im Quadrofoglio Verde.
Auch das Facelift des Kompaktmodells Giulietta ist in Genf zu sehen. Zur Optik gehören neue Schürzen, ein neuer Grill, leicht geänderte Scheinwerfer sowie das neu gestaltete Markenlogo. Eine neue Antriebsvariante hat es auch unter die Haube geschafft: Der 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS und 320 Newtonmeter ist nun auch mit TCT-Doppelkupplung zu haben.
Zu 80 Prozent ist die Neuauflage der Alpine bereits fertig. Die Alpine Vision ist noch eine Studie, zeigt aber ein an den legendären A110 angelehntes Design. Ein von Renault Sport entwickelten Vierzylinder-Turbomotor soll die Studie in 4,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Die Schaltarbeit übernimmt ein Doppelkupplungsgetriebe.
Audi bringt den Q2 mit nach Genf. Das kleine SUV ist das erste Modell aus der Feder des neuen Audi-Chefdesigners Marc Lichte. Mit 4,19 Meter ist er 20 Zentimeter kürzer als der Q3 und baut auf der MQB-Plattform auf. Preislich könnte sich das Basismodell mit 1,0-Liter-Turbo um die 20.000 Euro bewegen. Die Topmotorisierungen haben Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb.
Das Bentley-Flaggschiff bekommt ein Facelift mit einer neuen Front, neuen Sitzen, besserer Geräuschdämmung, einem neuen Infotainmentsystem und mehr. Außerdem gibt es nun auch eine Version mit langem Radstand. Für den Antrieb sorgt ein 6,8-Liter-V8 mit 512 oder (beim Mulsanne Speed, den unser Bild zeigt) 537 PS. Marktstart ist im Sommer.
Ein M7 steht nicht in Genf, so darf der stärkste 7er nicht heißen. Stattdessen bekommt er den Namen M760Li xDrive und eine sportliche Optik. Die beeindruckenden Eckdaten: 6,6 Liter Hubraum aus einem V12, 600 PS und bis zu 305 km/h Spitze.
Bugatti präsentiert den lang erwarteten Nachfolger des Veyron. Ein W16-Motor mit acht Liter Hubraum und vier Turboladern sorgt für 1.600 Newtonmeter und 1.500 PS. Die Kraft wird von einem Doppelkupplungsgetriebe auf alle vier Räder übertragen. Der Normsprint dauert 2,5 Sekunden, maximal sind 420 km/h drin. Produziert wird der Chiron ab September, aber nur 500 Mal. Die Preise beginnen bei 2,4 Millionen Euro.
DS zeigt den E-Tense, die Studie eines Elektro-Sportwagens. Seine Leistung beträgt 402 PS, von null auf 100 km/h geht es in 4,5 Sekunden. Die elektrische Reichweite liegt zwischen 360 und 310 Kilometer.
Zeit für ein Facelift: Der Ferrari FF hört ab sofort auf den Namen GTC4 Lusso. Der etwas eigenwillige Name besteht aus historischen Elementen wie "GTC" und "Lusso" und der Zahl "4", die für die Anzahl der Sitze steht. Die Leistung des 6,3-Liter-V12-Saugmotors wurde von 660 auf 690 PS angehoben.
Im Umfeld von Fiat steht nicht nur der neue 124 Spider, sondern auch dessen Abarth-Version. Für den Antrieb sorgt hier ein 170-PS-Turbobenziner mit 1,4 Liter Hubraum - das ist genug Abstand zum normalen Spider mit 140 PS. Preis und Datum des Marktstarts werden noch nicht genannt.
Den neuen Tipo wird es in drei Varianten geben, die alle auf dem Genfer Autosalon stehen. Der Kompakte kommt als viertürige Limousine im Juni 2016 nach Deutschland, und zwar zeitgleich mit einer fünftürigen Schrägheck-Version. Im Herbst 2016 wird dann der Kombi folgen.
Ford hat den modernisierten Kuga nach Genf mitgebracht. Neben dem neuen, sechseckigen Ford-Grill und anderen Scheinwerfern gibts eine neue Mittelkonsole mit weniger Tasten und einen 1,5-Liter-Diesel mit 120 PS. Er ersetzt das 2,0-Liter-Triebwerk mit gleicher Leistung. Marktstart ist Anfang 2017.
Bei Honda gibt es eine Studie des nächsten Civic zu sehen. Die zehnte Generation soll 2017 starten und deutlich größer werden: Die Studie ist mit 4,50 Meter 13 Zentimeter länger als der aktuelle Civic. Als Motoren werden neue 1,0- und 1,5-Liter-Turbobenziner eingesetzt, außerdem der 1,6-Liter-Diesel in überarbeiteter Form.
Etwas ganz Neues zeigt Hyundai mit dem Ioniq, einem ausschließlich für alternative Antriebe konzipierten Mobil. Ab Herbst 2016 werden eine Hybridversion (HEV) und eine rein elektrisch angetriebene Variante (EV) angeboten, später soll ein Plug-in-Hybrid (PHEV) folgen.
Schicke Optik und Leistung nahe der des BMW M4: In Genf feiert der Infiniti Q60 seine Europapremiere. Im Topmodell werden so 405 PS und 475 Newtonmeter über den heckbetonten Allradantrieb auf die Straße gebracht.
Eine Mischung aus SUV und Kompaktwagen ist der 4,36 Meter lange Kia Niro. Die Antriebe entsprechen denen des Hyundai Ioniq. Im dritten Quartal 2016 startet die Hybridversion mit einem 105-PS-Benziner und einem 32 Kilowatt starken E-Motor.
Kia bietet den Optima künftig auch als Kombi an. Der Sportswagon (kurz: sw) kann in Genf besichtigt werden. Mit 4,86 Meter ist er genauso lang wie die im Januar gestartete Limousine. Ins Heck passen 553 Liter Gepäck, der Maximalwert wurde noch nicht genannt. Neben einem 1,7-Liter-Diesel gibt es einen Zweiliter-Benziner und - in der GT-Version - einen 2,0-Liter-Turbo. Marktstart ist im vierten Quartal 2016.
Das neue SUV von Maserati bietet eine mehrfach einstellbare Luftfederung und eine ausgeklügelte elektrische Dämpferkontrolle sowie ein Torque Vectoring. Als Motoren werden 3,0-Liter-V6-Aggregate eingesetzt. Der Diesel liefert 275 PS, dazu gibt es zwei Benziner mit 350 und 430 PS. Alle werden mit Allradantrieb und einer Achtgang-Automatik ausgeliefert. Basispreis: 70.500 Euro.
Es soll McLaren-Fahrer geben, die nach einem größeren Kofferraum fragten. Die Antwort heißt jetzt 570GT. Für gut 15.000 Euro Aufpreis bekommt er einen seitlich angeschlagenen Glasdeckel, unter dem Platz für weitere 220 Liter Gepäck ist. Für den Antrieb sorgt der 3,8-Liter-Biturbo-V8 aus dem 570S mit 570 PS. Der Preis beträgt 195.350 Euro, Marktstart ist Ende 2016.
Im Herbst 2015 stellte Mercedes das C-Klasse Coupé vor, nun folgt das Cabrio. Anders als der direkte Konkurrent von BMW, das 4er Cabrio, setzt die offene C-Klasse auf ein Stoffverdeck. Es öffnet und schließt sich rein elektrisch in 20 Sekunden, und das bis zu Geschwindigkeiten von 50 km/h. Das Kofferraumvolumen beträgt sehr anständige 360 Liter. Die Motoren übernimmt das Cabrio weitgehend vom C-Klasse Coupé: Sechs Benziner mit 156 bis 367 PS sowie zwei Diesel mit 170 und 204 PS stehen zur Wahl. Marktstart ist im Sommer 2016, die Preise stehen noch nicht fest.
Die interessant gestaltete Coupé-Studie von Opel ist der Star des Genfer Autosalons 2016. Klappscheinwerfer wie beim Ur-GT sucht der Fan vergeblich. Interessant ist der Motor: Ein aufgeladener Dreizylinder mit 145 PS treibt die nur 1.000 Kilo schwere Studie an. Und zwar über die Hinterräder, ein Astra-Derivat wird die Serienversion also wohl kaum.
Das zweite Genf-Highlight von Opel ist das Facelift des Mokka. Der Mokka X (so der neue Name) bekommt eine deutlich veränderte Front, andere Rückleuchten und Karosseriefarben. Innen erhält er Elemente aus dem Astra. Zu den Assistenzsystemen gehören Verkehrsschilderkennung und Antikollisionssystem, außerdem gibt es nun einen schlüssellosen Zugang. Und der bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner hat nun 150 statt 140 PS. Preise und Datum des Marktstarts wurden noch nicht verraten.
Knapp 11.000 Stück verkaufte Peugeot im Jahr 2015 von seinem kleinen SUV auf Basis des 208. Das ist nicht schlecht, auch wenn der Opel Mokka dreimal so oft wegging. Nun kommt ein Facelift, das die Robustheit unterstreicht. Bei den Motoren ändert sich nichts. Das genaue Startdatum und die Preise wurden noch nicht bekannt gegeben.
Der Boxster bekommt einen neuen Namen, vor allem aber wird der Sechszylinder gegen einen Vierzylinder-Turbo ausgetauscht (immerhin ein Boxer, wie bisher). Der 718 Boxster hat einen Zweilitermotor mit 300 PS, der 718 Boxster S mit 2,5-Liter-Motor ist 50 PS stärker. Beide haben die variable Turbinengeometrie, die aus dem 911 Turbo bekannt ist. Optisch ist der Unterschied am Heck besonders groß. Marktstart ist am 30. April 2016, die Preise beginnen bei 53.646 Euro.
Nachdem der neue Mégane im Januar 2016 startete, ist klar, dass nun bald die Derivate folgen. In Genf gibt es den Scénic zu sehen. Auffallend an dem Kompaktvan ist die schmale A-Säule. Unter die Haube kommt neben diversen Benzinern und Dieseln auch ein dieselelektrischer Hybridantrieb. Scénic und Grand Scénic sollen noch 2016 auf den Markt kommen. Mehr ist noch nicht bekannt.
Auch die Kombiversion des neuen Mégane ist im Messegepäck. Man darf davon ausgehen, dass er wie die Schräghecklimousine um zehn Zentimeter länger wird. Renault verspricht außerdem den längsten Laderaum seiner Klasse. Die GT-Version erhält die bekannte Allradlenkung. Bei den Motoren dürfte es keine Überraschungen geben. Marktstart ist im September 2016.
Das erste SUV der Marke Seat heißt Ateca. Mit einer Länge von 4,36 Meter ist der Wagen 13 Zentimeter kürzer als der Tiguan und auch viel kleiner als die Studie 20V20. Im Spätsommer 2016 ist Marktstart mit fünf Motoren. Los geht es mit dem 115 PS starken 1.0 TSI, darüber rangiert ein 1,4-Liter-Aggregat mit 150 PS und Zylinderabschaltung. Das Diesel-Portfolio hält 115, 150 und 190 PS bereit.
Wie der Ateca basiert auch das neue SUV von Skoda auf dem Modularen Querbaukasten (MQB), doch die tschechische Version ist mit 4,70 Meter wesentlich größer. Die in Genf gezeigte Studie VisionS kommt wohl schon im Herbst 2016 auf den Markt - der Name ist noch geheim, aber man munkelt über "Kodiak".
Eine Langversion des Tivoli plant SsangYong offenbar schon länger. Der neue XLV soll die Serienversion der auf der IAA im September 2015 gezeigten Studie XLV-Air darstellen. Der Radstand von 2,60 Meter bleibt gegenüber dem Tivoli unverändert, doch die Überhänge wachsen um insgesamt 24 Zentimeter. Damit misst der lange Tivoli dann 4,40 Meter und ist nur einen Zentimeter kürzer als der Korando.
Weiter in die Zukunft guckt der koreanische Allradspezialist mit dem SIV-2 Concept. Das Kürzel steht für Smart Interface Vehicle, die Nummer zwei deutet an, dass es sich um eine neue Version der 2013 in Genf gezeigten, 4,50 Meter langen Studie SIV-1 handelt. Als neues Mittelklasse-SUV soll daraus ein wichtiges, strategisches Modell von SsangYong werden. Angetrieben wird der SIV-2 von einem Mildhybridsystem.
Toyota traut sich was: Die in Genf gezeigte Serienversion des C-HR bleibt nahe an der gleichnamigen Studie. Diese hielt die Mitte zwischen SUV und Coupé, war 4,35 Meter lang und 1,50 Meter hoch. Als Konkurrent hat man den Nissan Juke im Visier, doch angetrieben wird der C-HR von dem Hybridsystem des neuen Prius mit 122 PS Systemleistung. Attraktiver und passender ist der ebenfalls verfügbare 1,2-Liter-Turbo mit 115 PS aus dem Auris.
Auf der Automesse in Detroit zeigte Volvo im Januar 2016 den neuen S90. Für die USA ein wichtiges Auto, aber in Europa sind Kombis gefragter. Daher steht in Genf der V90. Er soll an die Glanzzeiten der Schweden-Kombis anknüpfen. Wie beim XC90 kommen ausschließlich Vierzylinder unter die Haube, darunter wohl der D4-Diesel mit 190 PS, der T5-Benziner mit 254 PS und der T8-Plug-in-Hybrid mit 410 PS.
Der Kompaktwagen V40 ist seit 2012 auf dem Markt, nun kommt das Facelift. In Genf sind der veränderte Grill und vor allem die Scheinwerfer der 90er-Baureihe zu bewundern. Die Motorenpalette wird um den T4-Benziner mit 190 PS erweitert, der aus dem V40 Cross Country bekannt ist. Bestellstart ist im April 2016, die Preise sind noch nicht bekannt.
Der "kleinste Volkswagen seiner Klasse" (Werbespruch) wird renoviert. Zu erkennen ist die neue Version vor allem an den verdickten Enden des Frontstoßfängers. Wichtiger ist, dass ein 1.0 TSI mit 90 PS und drei Zylindern hinzukommt. Die Preise und das Datum des Marktstarts sind noch unbekannt.
Auch einen Ausblick auf den Nachfolger des Phaeton gibt VW auf der Messe. Das Auto heißt Phideon und ist eigentlich für China gedacht. Doch es soll auch schon die Front der neuen VW-Oberklasse in Deutschland zeigen. Die 5,05 Meter lange Studie basiert auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB). Angetrieben wird sie von einem 300 PS starken V6-Turbobenziner mit Allradantrieb, ein Diesel und ein Plug-in-Hybrid werden angekündigt.
Range Rover hat es vorgemacht, VW macht es nach. In Genf steht die Studie eines Cabrio-SUVs. Mit 4,13 Meter ist das Auto ein paar Zentimeter kürzer als der Audi Q2 und könnte sein VW-Bruder sein. Oder plant VW wirklich ein offenes SUV? VW-Markenchef Herbert Diess kann es sich nach eigenen Worten zumindest vorstellen.