Zwischen Traum und Wirklichkeit: Fahrzeugstudien zeigen, was automobil möglich sein könnte, würde man Ingenieuren und Designern freie Hand lassen. Oft genug werden die "Concept Cars" auf den großen Messen ausgestellt, um die Reaktionen des Publikums zu testen. Aber die Mehrheit dieser Autos verschwindet schnell wieder in der Versenkung. Für uns Grund genug, auf die spannendsten Konzepte der letzten zehn Jahre zurückzublicken.
Ein Audi TT im Kombi-Look? Das hätte vermutlich nicht nur uns gut gefallen. Lediglich der fette Haifischgrill wäre nicht nötig. Zehn Jahre nach dem "Shooting Brake" sind ähnliche Ideen wieder im Gespräch.
Die Marke Saab ist tot. Leider. Denn es hätte auch anders kommen können, wie die atemberaubende "Aero X"-Studie zeigt. Aber Ideen sind das eine, klamme Finanzen das andere.
Vor acht Jahren wurde die Reanimierung des legendären "Trabi" versucht. Auf der IAA 2009 stand schließlich ein durchaus gelungenes Konzeptfahrzeug. Mangels Geldgebern und Partnern ist das Projekt inzwischen in der Versenkung verschwunden.
Frühestens 2016 wird Seat seine lange klaffende SUV-Lücke schließen. Dabei gab es schon fast zehn Jahre vorher einen attraktiven Vorschlag. Warum der Tribu nicht verwirklicht wurde, bleibt ein Geheimnis. Wollte man den VW Tiguan nicht gefährden?
Nur die wenigsten Concept Cars werden exakt so umgesetzt, wie sie auf der Messe stehen. Deshalb deklarierte Mercedes den F 700 auch als Forschungsfahrzeug. Diverse optische Elemente fanden aber den Weg in die aktuelle S-Klasse.
Viele BMW-Fans träumen schon seit Jahren von einer Neuauflage des M1. Zu dessen 30. Geburtstag im Jahr 2008 gab die Marke zumindest einen optischen Ausblick, wie so etwas aussehen könnte. Wer genauer hinsieht, entdeckt gewisse Details im BMW i8.
Wie bitte? Cactus? Ja, Sie lesen richtig: Das hier war der erste Citroën mit dem stacheligen Namen. Doch von der Studie blieb beim Serien-Cactus kaum etwas übrig. Leider Gottes oder zum Glück? Entscheiden Sie selbst.
Wellen im Blech: Am aktuellen Mazda 5 kann man noch die Reste der früheren Formensprache der Marke sehen. Beim Blick auf die Studie Kazamai schimmert der alte Mazda 3 hervor.
Ente reloaded: Der REVOLTe wäre ein feiner Nachfolger des "Döschewo" geworden. Unter dem DS-Label hätte er sich gut gemacht. Aber ob die Nostalgiker wirklich in dem Maß zugegriffen hätten? Schließlich geht dem Entwurf doch vieles von der einstigen 2CV-Schlichtheit ab.
Gleicher Name, völlig anderes Design: Auch beim Dacia Duster war die ursprüngliche Version extrem mutig konzipiert. Vermutlich zu mutig für den angepeilten Massenmarkt.
Um diese Studie ist es wirklich schade: Ein pfiffiger Mittelmotor-Roadster wie der BlueSport hätte VW gut zu Gesicht gestanden. So aber bleibt der Mazda MX-5 ohne Konkurrenz.
Beim VW Up hatten die Entwickler eigentlich eine ganze Modellfamilie im Blick. Davon zeugt noch heute dieser clevere Microvan, der als London-, Mailand- und Berlin-Taxi über die Messen gereicht wurde.
Nostalgie-Fieber bei Citroën: So stellten sich die Franzosen anno 2011 einen Nachfolger des Wellblech-Busses HY vor. Aber ob hier die Nutzfahrzeugpartner Peugeot und Fiat mitgemacht hätten?
Für VW-Verhältnisse war das kleine Pendlermobil namens Nils extrem progressiv. Doch es ließ sich nicht mit bestehenden Plattformen des Konzerns realisieren.
Schauen sie dem Ford Evos einmal tief in die Augen. Was erkennen sie? Richtig, den aktuellen Mondeo. Als der Evos 2011 gezeigt wurde, träumte so mancher Journalist schon vom neuen Capri.
Kommt ein neuer Bulli oder kommt er nicht? Diese Studie aus dem Jahr 2011 befeuert die Hoffnungen. Tatsächlich will VW in den USA in absehbarer Zukunft einen kleinen Elektrobus bringen. Das war der Stand vor der Abgaskrise.
Noch heute verkauft Peugeot auf Messen maßstabsgetreue Modelle der Studie Onyx von 2012. Zu Recht, denn am Design der Sportwagen-Flunder kann man sich nicht sattsehen.
Eine Shooting-Brake-Variante des Porsche Panamera? Warum nicht, schließlich fährt Mercedes beim CLS damit gut. Bis die Sport-Turismo-Studie aber Wirklichkeit wird, heißt es noch die nächste Panamera-Auflage abzuwarten.
Der Altmeister kann es noch: Giorgio Giugiaro entwarf 2012 den rassigen Brivido. Fazit: Der Mann hätte auch Ferrari gekonnt, wenn man ihn gelassen hätte.
Ob M1 oder 2CV: Wir sprachen bereits über Auto-Legenden. Auch Audi hat eine und zwar den Sport quattro. 2013 verpackte man einige Designzitate des Klassikers in eine neue Form. Die Chance auf den Serienbau: gering.
Der Begriff "Concept Car" ist eine Erfindung von General Motors. Ende der 1930er-Jahre heizten erste Studien die Träume potenzieller Kunden an. Der Cadillac Elmiraj von 2013 schwelgt in nostalgischen Gedanken an den Eldorado.
Nur der Name dieser Opel-Studie ist retro: Monza hieß ein Coupé zwischen 1977 und 1985. Ob es tatsächlich einen neuen Monza geben wird, ist noch offen, das Design werden wir aber wiedersehen.
Mit dem IDx von 2013 gelang Nissan eine interessante Verschmelzung von Retro und Moderne. Einziges Problem: Das historische Vorbild, eine Datsun-Limousine aus den 1960er-Jahren, ist in Europa fast unbekannt.
Mit dem Namen Peter Schreyer hat das Kia-Design einen bemerkenswerten Aufschwung genommen. Trotzdem sind die Fahrzeuge der Marke immer noch etwas für zweckmäßige Rechner. Mehr Emotionen könnte der heiße GT4 Stinger bringen.
Keine Frage, die aktuelle Maserati-Modellpalette ist nett anzusehen. Aber es fehlt irgendwie noch das Sahnehäubchen. Das könnte der wunderbare Alfieri sein, bei dessen Entwicklung Ferrari zur Seite steht.
Wird es eine Coupéversion des nächsten Audi A8 geben? Falls doch, sollte sie so aussehen wie die Studie Prologue. Bei deren Premiere zeigte sich das Publikum begeistert.
Dieser brachiale Flachmann wird kommen. Und zwar fast ohne Änderungen zur Studie. 2016 zeigt sich die Serienversion in voller Pracht, auch ein Start in Le Mans ist schon eingeplant.
Abgasskandal hin, Rückruf her: Bei VW wird es trotz der Krise mit neuen Modellen weitergehen. Wie der künftige CC aussehen dürfte, zeigte im Frühjahr 2015 diese Studie.
Eigentlich fehlt nur noch die Isetta: Nach dem 328 und dem M1 hat BMW auch den 3.0 CSL der 1970er-Jahre in die Moderne übertragen. Das Ergebnis lässt so manchen mit einem Blankoscheck wedeln.
Mit diesem elektrisch betriebenen Viersitzer will Porsche in absehbarer Zukunft Tesla ärgern. Angeblich soll die Studie Mission E die Nürburgring-Nordschleife in unter acht Minuten umrunden können.