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Herzlichen Glückwunsch, G-Klasse: Der kantige Mercedes-Klassiker wird 35!

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35 Jahre Mercedes G-Klasse: Bildergalerie zur Geschichte des Geländewagens
© Motor1.com/Hersteller

Im Jahr 1979 hätte es wohl kaum einer für möglich gehalten, dass die Mercedes G-Klasse auch 35 Jahre später nahezu unverändert gebaut wird. Mit dieser Laufzeit ist der Geländewagen die mit Abstand dienstälteste Original-Baureihe in der Mercedes-Geschichte. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Vielseitigkeit des Geländeklassikers: Ob Rallyeauto, Papamobil oder Nobelschlitten - der G war und ist für alle Lebenslagen zu gebrauchen. Zum Jubiläum haben wir die interessantesten Bilder aus 35 Jahren der Alleskönner-Geschichte zusammengestellt.


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35 Jahre G-Klasse: Die Anfänge

Am Anfang der G-Klassen-Karriere stand die Idee, ein Fahrzeug zu schaffen, das sich für den harten Einsatz im Gelände eignet. Gleichzeitig sollte das neue Modell auch auf asphaltierten Straßen eine gute Figur machen. Trotzdem war die G-Klasse in den 1970er-Jahren noch weit weg vom Komfort heutiger SUVs.


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35 Jahre G-Klasse: Die Anfänge

Die G-eschichte beginnt bereits im Jahr 1973 mit einem Kooperationsvertrag zwischen Daimler-Benz und dem österreichischen Unternehmen Steyr-Daimler-Puch in Graz. Ein Aspekt bei der Entwicklung war, dass es möglich sein sollte, die Karosserie überall auf der Welt einfach reparieren zu können. Dadurch bekam das Fahrzeug seine geradlinige, kantige Form.


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35 Jahre G-Klasse: Die Anfänge

Im Jahr 1979 kam die erste Serienversion des G auf den Markt. Schon bald zeigt sich, dass es kaum Hindernisse gab, vor denen der Mercedes kapitulieren muss. Im Bild zu sehen ist das Cabrio: Die Verdeckhalterung macht deutlich, dass das Aufziehen der Stoffmütze noch mit einigem Aufwand verbunden war.


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35 Jahre G-Klasse: Die Anfänge

Im Jahr 1979 war das Cockpit noch karg und pragmatisch. Damals galten Geländewagen als Nutzfahrzeuge, sodass sich das Armaturenbrett auf das Nötigste beschränkt. Der Hebel hinter dem Schaltknüppel war für die Geländeuntersetzung zuständig, zugleich gab es zuschaltbare Differenzialsperren für die Vorder- und Hinterachse.


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35 Jahre G-Klasse: Ein Kultobjekt entsteht

Zum Marktstart der ersten Baureihe W 460 waren vier Motorvarianten lieferbar, sie reichten vom 240 GD mit 72-Diesel-PS bis hin zum 280 GE mit 150 PS aus einem 2,8-Liter-Reihensechser-Benzinmotor. Die Aufbauten reichten vom Cabrio bis zum so genannten "Station Wagen" mit kurzem und langem Radstand. Später kamen auch ein Kastenwagen und ein Pick-up hinzu, diese konnten sich aber nicht durchsetzen.


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35 Jahre G-Klasse: Ein Kultobjekt entsteht

Das ist der W 460 als "Station Wagen" in der langen Ausführung mit fünf Türen. Typisch für die späten 1970er-Jahre ist die blassgrüne Lackierung. Eine billige Familienkutsche war der gezeigte 280 GE nicht: Für seinen Preis gab es auch eine S-Klasse mit gleichem Motor, aber mehr PS und geringerem Verbrauch.


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35 Jahre G-Klasse: Pick-up

Die G-Klasse wurde kurzzeitig auch als Pick-up angeboten. Doch diese Karosserieform konnte sich in Deutschland nicht durchsetzen, im Fall des G griffen mehr Kunden zum variableren Cabrio. Dieses hatte zwei weitere Sitze im hier zur Ladefläche umfunktionierten Fond.


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35 Jahre G-Klasse: Armeedienst in Frankreich

Besonders beim Militär war und ist der G beliebt, schließlich wurde er zum Teil auch im Hinblick auf Rüstungsaufträge konzipiert: Als modifizierter Peugeot-Lizenzbau P4 diente er beispielsweise in der französischen Armee.


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35 Jahre G-Klasse: "Wolf" in Deutschland

Unter dem Namen "Wolf" wurde die G-Klasse Anfang der 1990er-Jahre zum Standard-Jeep der deutschen Bundeswehr. Er löste den in den 80er-Jahren genutzten Armee-Jeep VW Iltis ab.


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35 Jahre G-Klasse: Heilig`s Blechle

Wesentlich friedvoller ist der Verwendungszweck des Gelände-Mercedes im Vatikan. Als "Papamobil" mit Plexiglaskuppel rollte der Dienstwagen von Papst Johannes Paul II. jahrelang über den Petersplatz in Rom. Bei der Indienststellung war die transparente Haube als aufsetzbarer Wetterschutz konzipiert, doch nach dem Attentat auf den Kirchenführer 1981 wurde sie fest verschweißt und wie der Rest des Fahrzeugs gepanzert.


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35 Jahre G-Klasse: Heilig`s Blechle

Auch der ehemals deutsche Chef im Vatikan, Papst Benedikt XVI., setzt auf ein G-Modell in der passenden Farbe "mystikweiß". Sein Gefährt ist nicht nur jünger, sondern auch offen. Anscheinend vertraute Joseph Ratzinger auf seine vielen Bodyguards.


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35 Jahre G-Klasse: Im Rallyeeinsatz

Wüstenkönig: 1983 stellte die G-Klasse mit Jacky Ickx am Steuer ihre Geländequalitäten während der Rallye Paris-Dakar unter Beweis. Der Belgier belegte mit seinem Co-Piloten Claude Brasseur den ersten Platz.


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35 Jahre G-Klasse: Produktionsstandort

Der Mercedes G wird bis heute unter hohem Anteil von Handarbeit bei Puch in Graz hergestellt. Bis zum Jahr 2000 wurde das Fahrzeug in Österreich, der Schweiz und den früheren Ostblockstaaten unter dem Namen Puch angeboten. Seit der Jahrtausendwende erfolgte der Vertrieb auf der ganzen Welt unter dem Namen Mercedes.


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35 Jahre G-Klasse: Ein Mercedes im Polizeidienst

Die Polizei setzte, wenngleich nicht allzu häufig wie die Bundeswehr, auf die Dienste der G-Klasse. Eine gepanzerte Kurzversion im grün-weißen Look kam oft beim Schutz von hohen Funktionsträgern aus Politik und Wirtschaft zum Einsatz.


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35 Jahre G-Klasse: Rettungswagen

Andere Lackierung, andere Ausstattung, anderer Zweck: Einzig die Karosserieform bleibt wie immer bestehen. Auch als Rettungswagen, für unwegsames Gelände, ist der G im Einsatz.


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35 Jahre G-Klasse: XXL-Klasse

Darf es ein bisschen mehr sein? Die übersichtliche Form macht den G zum geeigneten Objekt von Tunern. Die Auswahl reicht von Stretch-Versionen über Panzerungen bis hin zum Motortuning. Das hier gezeigte XXL-G-Modell stammt aber von Mercedes selbst.


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35 Jahre G-Klasse: Aus 460 werden 461 und 463

1990 wurde die bisherige G-Modell-Baureihe 460 zweigeteilt: Unter der Nummer 461 lief die nutzwertorientierte Ur-Version, während die Zahl 463 für die komfortorientierte Version mit Pkw-Elementen stand. Erkennbar war sie an der modifizierten Frontpartie. Doch auch der hier abgebildete 463 kennt keine Hindernisse.


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35 Jahre G-Klasse: Der Innenraum der 90er

Während die äußeren Designelemente bis heute fast identisch mit der Ur-Version sind, ließen sich im Innenraum bereits Mitte der 90er-Jahre gravierende Veränderungen erkennen. Mit edlen Materialien wie Leder und Holz oder auch einer Klimaanlage nähert sich das einstige Nutzfahrzeug immer weiter den heutigen SUVs an.


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35 Jahre G-Klasse: Modellspanne zur Jahrtausendwende

Das Modellangebot der 463er-Reihe umfasste kurz nach der Jahrtausendwende vier Versionen: Ganz links steht das Cabrio, dessen Verdeck per Knopfdruck öffnete und schloss. Daneben befinden sich die geschlossenen "Station Wagen" in kurzer und langer Ausführung. Ganz rechts befindet sich die von 1999 bis 2004 angebotene Variante G 55 AMG mit 354 PS aus einem 5,4-Liter-V8. Die Produktion des Cabrios wurde Ende 2013 eingestellt.


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35 Jahre G-Klasse: "Edition30"

Im Jahr 2009, zum 30-jährigen Jubiläum, wurde das Sondermodell "Edition30" auf Basis der Baureihe 463 aufgelegt. Das als G 500 "Station Wagen lang" lieferbare Modell hatte einen V8 mit 5,5 Liter Hubraum unter der Haube und kostete 97.461 Euro.


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35 Jahre G-Klasse: "Edition30.Pur"

Das zweite Jubiläums-Sondermodell hörte auf den Namen "Edition30.Pur" und sollte sich an Weltenbummler, Expeditionsleiter sowie Fans der Ur-Version richten. Basis war der G 280 CDI der Baureihe 461. Um wirklich überall voranzukommen, bot Mercedes für den "Edition30.Pur" zwei Offroad-Pakete an. Sie beinhalten unter anderem elastische Kotflügelverbreiterungen, Schutzgitter für Scheinwerfer und Lampen oder eine begehbare Motorhaube zur besseren Zugänglichkeit des optionalen Dachgepäckträgers.


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35 Jahre G-Klasse: Einstiegsmodell seit 2012

Am 30. Juni 2012 erfolgte die bis dato letzte Modellpflege für das Ur-G-Stein. Wie die letzten drei Dekaden änderten sich im Außenbereich nur Details wie LED-Tagfahrlicht und die Neugestaltung der Außenspiegel. Das Einstiegsmodell ist derzeit der G 350 BlueTec mit einem Dreiliter-V6-Diesel und 211 PS. Er kostet 87.066 Euro.


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35 Jahre G-Klasse: Der G 63 AMG

Noch ein Rückblick: 1993 wurde die G-Klasse erstmals bei dem Mercedes-Tuner AMG vorstellig. Mit dem 500 GE als Basis erschufen die Affalterbacher ein kantiges V8-Monster mit 331 PS aus sechs Liter Hubraum. Seit 2012 wird die V8-G-Klasse mit AMG-Emblem als G 63 AMG (Bild) angeboten. Mittlerweile leistet sie 544 PS und kostet 139.766 Euro.


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35 Jahre G-Klasse: Kleinserienmodell G 63 6x6

Die ursprüngliche Idee für eine dreiachsige G-Klasse stammt vom australischen Militär. Down under hatte man 2.000 Exemplare des verlängerten Kastens geordert (allerdings mit Dieselmotor). Das Potenzial für solvente Kunden aus Russland, den USA oder China wurde schnell erkannt und so wechselten ab 2013 geringe Stückzahlen der Dreiachser für stolze 451.010 Euro den Besitzer. Diese können sich jetzt über 46 Zentimeter Bodenfreiheit, Sechsrad-Antrieb, fünf Differenziale und einen V8 mit 544 PS freuen.


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35 Jahre G-Klasse: Der G 65 AMG

Seit 2012 markiert der G 65 AMG das Ende der Modell-Fahnenstange. Mit 612 PS aus den sechs Liter Hubraum des Zwölfenders schafft die Schrankwand den Spurt von null auf 100 km/h in gerade einmal 5,3 Sekunden. Der Durchschnittsverbrauch beläuft sich auf 17 Liter und der Preis ist mit 268.345 Euro veranschlagt.


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35 Jahre G-Klasse: Nutzfahrzeug adé

Im Innenraum des aktuellen Topmodells geht es überaus edel zu. Aus dem Geländewagen mit Nutzfahrzeug-Ambitionen ist ein edler SUV im klassischen Design geworden. Heute passen Abendkleid und Sakko fast besser zu dem Designdinosaurier als Funktionskleidung und Expeditionsausrüstung. Infotainment, Leder, Sitzheizung und alle erdenklichen Assistenzsysteme nimmt die aktuelle G-Klasse nun mit ins Gelände.


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35 Jahre G-Klasse: "Otto"

Das erste Jubiläumsunikat zu 35-Jahre-G-Klasse heißt "Otto" und ist jener 300 GD, mit dem Weltenbummler Gunther Holtorf im Jahr 1988 zu einer Weltreise aufbrach. Ziel war es, möglichst alle Länder der Erde zu besuchen. Rund 26 Jahre, knapp 900.000 Kilometer und 215 bereiste Länder später pilotierte Gunther Holtorf den G zurück in die schwäbische Heimat. Das Marathonmobil erhält einen Platz im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim, wo es ab dem 21. Oktober 2014 zu bewundern ist.


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35 Jahre G-Klasse: Edition 35

Den 35. Geburtstag feiert Mercedes jetzt mit einem Sondermodell namens "Edition35". Es ist als G 350 BlueTec und als G 500 bestellbar. Erkennbar ist die Editions-Auflage an schwarz glänzenden 18-Zöllern und einer auffälligen Zweifarblackierung in schwarz und weiß. Wer es dezenter mag, kann die Karosserie auch komplett in Schwarz bestellen. Ab Werk dabei ist das Sport-Paket, das unter anderem mit AMG-Kotflügelverbreiterung und beim G 500 mit Sportauspuff aufwartet. Ab 112.812 Euro geht's los.


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Die Zukunft? Der Mercedes Ener-G-Force

Könnte so die Zukunft der G-Klasse aussehen? Im Laufe der letzten 35 Jahre wurde immer wieder gemunkelt, der G würde zugunsten des ML (ab 2015 GLE) und des GL eingestellt. Der laufende Produktionsvertrag mit der Magna-Gruppe wurde aber mittlerweile bis 2020 verlängert. Auf dem Bild ist die Studie Ener-G-Force zu sehen. Sie wurde 2012 auf der LA Auto Show vorgestellt, aber ob der Zukunfts-Kasten mit Wasserstoffantrieb tatsächlich ein potenzieller Nachfolger sein könnte, bleibt fraglich. Wir hoffen auf die nächsten klassischen 35 Jahre.


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