Das Jahr 2013 neigt sich Ende zu und auf allen Ebenen wird Bilanz gezogen: privat, geschäftlich, politisch. Was haben die letzten zwölf Monate an neuen Autos beziehungsweise Ideen rund um den fahrbaren Untersatz hervorgebracht? Wir küren unsere persönlichen Tops und Flops 2013.
Das wurde auch höchste Zeit: Der 4C ist endlich mal wieder ein Alfa, der Emotionen weckt. Schade nur, dass pro Jahr lediglich 3.500 Fahrzeuge für die ganze Welt gebaut werden.
Der Jeep Cherokee ist prinzipiell kein schlechtes Auto. Gerade im Gelände kann er einiges. Aber diese Scheinwerfer gehen gar nicht.
Zugegeben, beim BMW i3 sind wir uns nicht ganz sicher, ob er Top oder Flop ist. Top ist auf jeden Fall der Mut, solch ein Elektroauto auf die Räder zu stellen. Flop ist aber vor allem der hohe Preis.
Wirklich schön wird der Nissan Juke als Nismo-Sportausgabe auch nicht. Bizarr ist die Tatsache, dass der Nismo nur zehn PS mehr als der bislang stärkste Juke hat.
Noch immer hat Seat den Makel, das Sorgenkind des VW-Konzerns zu sein. Mit solch schicken und bezahlbaren Autos wie dem Leon ST können die Spanier sorgenfrei in die Zukunft blicken.
So eine Höherlegung kann durchaus Sinn machen. Aber die (teure) Mutation des VW Up zum Möchtegern-SUV ist eher peinlich.
Keine Frage: Die beste Kleinwagen-Neuheit des Jahres 2013 ist der Hyundai i10. Er sieht gut aus, kostet nicht die Welt und bietet sogar Nobelextras wie ein beheizbares Lenkrad.
Klar, der Fünfzylinder im Audi RS Q3 klingt schon super. Aber wer braucht ernsthaft 310 PS plus Tieferlegung in einem Kompakt-SUV?
182 PS für ein Halleluja: Der Ford Fiesta ST ist eine Spaßgranate erster Güte. Und in der Stadt viel praktischer als ein Porsche 911.
Selten wurde so viel Raum nutzlos verschenkt wie beim 4,63 Meter langen Mercedes CLA. Angesichts des bescheidenen Platzangebots hinten hätte man sich die Fondtüren auch sparen können.
Rattenscharfe Optik, heiße Motoren: Mit dem F-Type hat Jaguar alles richtig gemacht. Endlich ein legitimer Nachfolger des E-Type.
Sehen Sie besser genau hin: Das ist der neue Mini. Merkt nur keiner. Irgendwann ist auch der saftigste Knochen ausgekocht.
Mit einem flotten Design fährt Mazda aus der Krise. Jüngster Streich ist der 3. Die so genannten Skyactiv-Motoren zeigen, wie man ohne Turbo sparsam sein kann.
Ehrlichkeit in der Politik: Angela Merkel lehnt vor der Wahl jede Pkw-Maut ab, Horst Seehofer setzt sie nach der Wahl durch. Und der Wähler glaubt daran, dass die Einnahmen der Verkehrsinfrastruktur zugute kommen. Naja, vor Banken befinden sich auch meistens Straßen.
"Der beste Golf, den Peugeot je gebaut hat", schrieben wir zum 308. Das ist als Kompliment gemeint, denn innen wie außen hat Peugeot zu angenehm schlichten Linien zurückgefunden.
Mit immer neuen Sondermodellen hält Bugatti den Veyron am Köcheln. Hoffentlich gehen der Marke nicht bald die Namen ehemaliger Rennfahrer aus.
Wer einmal den aktuellen 911 Carrera gefahren ist, glaubt, es könnte nicht perfekter werden. Kann es doch: Beim neuen 911 Turbo (im Bild das Cabrio) setzt der Fahrer das Limit, nicht das Auto.
Ein feiner Zug von Hyundai, ein Auto mit Brennstoffzelle serienmäßig anzubieten. Wäre da nicht ein kleiner Haken: Es gibt in Deutschland derzeit nur 15 Wasserstoff-Tankstellen.
Über Sinn und Zweck von SUVs lässt sich trefflich streiten. Für den Range Rover Sport wäre die Bezeichnung SUV beinahe eine Beleidigung, denn er kann im Gelände richtig viel anstellen.
Eine Besonderheit des Toyota i-Road ist, dass er sich wie ein Zweirad in die Kurve legt. Hoffentlich sind Spucktüten an Bord. Wir kaufen uns dann doch lieber ein Motorrad.
Genauso gut wie ein BMW i3, aber deutlich billiger ist der Renault ZOE. Sein einziges Problem: Er ist ein Renault. Vielleicht hätten die Franzosen wie die Bayern Millionen ins Marketing stecken sollen.
Für mehr als 24 Millionen Euro wurde der Mercedes W 196 R im Vordergrund versteigert. Das ist zwar eine extreme Ausnahme, zeigt aber eine beunruhigende Tendenz bei hochpreisigen Oldtimern: Einige Ferrari oder Bugatti erlösen locker ein paar Millionen. Selbst bei normalen Modellen wie dem Porsche 911 oder dem Pagoden-SL wird Oldtimerei mit spekulativer Geldanlage verwechselt.
Irgendwann im März 2013: Einfangen der ersten Sonnenstrahlen am Mittelmeer im VW Beetle Cabrio. Endlich mal wieder ein normal aussehendes Cabrio mit steil stehender Frontscheibe und Stoffverdeck.
2013 hieß es Abschied nehmen vom VW T2. In Brasilien wurde der unverwüstliche Klassiker immer noch gebaut. Die so genannte "Last Edition" wurde für fast 28.000 Euro verkauft, leider nicht in Europa.
Den Zusatznamen Stingray hat sich die neueste Generation redlich verdient. Für 70.000 Euro gibt es 460 PS in genialer Verpackung.
Voll Panne: In Sachsen erwischte die Polizei im Sommer einen zum Pool umgebauten 3er-BMW. Eine Idee zwischen Genie und Wahnsinn, zumal die Tüftler mit dem Ding sogar gefahren sind.
Liebe US-Hersteller, so muss ein Muscle-Car aussehen: Der Equus Bass 770 lässt die 1960er-Jahre wieder aufleben. Leider zum heftigen Preis, nämlich für knapp 200.000 Euro.
Ein zum Mercedes umgelabelter Renault Kangoo: Ob das gut geht? Im Crashtest nicht, dort erreichte der Citan anfangs nur drei Sterne. Ein Desaster für das Image, immerhin wurden mit Nachbesserungen jetzt vier Sterne geschafft.
Ein Auto, das wenig wiegt, braucht keinen fetten Motor. Bestes Beispiel ist der neue Caterham Seven 165: Für 550 Kilogramm reichen 80 PS, um Spaß zu haben. Mit gut 24.000 Euro ist das sogar ein bezahlbarer Spaß.
Wer zum Teufel gibt über 33.000 Euro für diese Modesünde aus? Der Smart Forjeremy ließ uns 2013 fassungslos zurück.
Jeder Mensch braucht ein Hobby, das von Irv Gordon ist Autofahren. 1966 kaufte sich Mister Gordon einen Volvo P 1800 und hat seitdem rund 4,8 Millionen Kilometer zurückgelegt: Weltrekord!
Pechvogel des Jahres: Ein 26-jähriger Automechaniker machte für seine Firma eine Testfahrt im frisch restaurierten 300 SL Flügeltürer. In einer Linkskurve kam der rare Oldtimer vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der SL ist Schrott, die Polizei beziffert den Schaden auf rund 650.000 Euro.
Pfeif auf Aufladung und Downsizing! Ferrari bringt mit dem 458 Speciale den König der Saugmotoren an den Start. 605 PS aus 4,5 Liter Hubraum bergen große Suchtgefahr.
Diese beiden können Opel wieder in die Erfolgsspur bringen: Karl-Thomas Neumann kämpft in Detroit für seine Marke, während der Monza Concept neue Hoffnung auf eine schicke Designsprache macht.