Hier fahren Sie besser!
Neu- und Gebrauchtwagen auf automobile.at

Over the top: SL 65 AMG

Mercedes stellt seinen neuen 630-PS-Roadster vor

Motor1.com Deutschland: Auto-Tests, Auto-News und Analysen
Marke wählen

Affalterbach, 20. März 2012 - Mercedes stellt das Topmodell seiner neuen SL-Reihe vor: den SL 65 AMG. 630 PS sorgen in dem Luxus-Roadster für Vortrieb, trotzdem geht der Verbrauch runter. Richtig interessant ist das Getriebe des beinahe voll ausgestatteten Wagens. 

Erster: Neues Markengesicht
Der SL 65 AMG trägt eine so genannte Doppelklinge im Gesicht: Der große Zentralstern wird von zwei Querstreben gehalten. Mit diesem verchromten "Twin Blade" wird sich AMG auch bei zukünftigen Modellen stärker vom Look der Mercedes-Serienwagen unterscheiden. Hinzu kommt, dass die untere Querstrebe in der dunklen Frontschürze ebenfalls verchromt wird. Am Heck gibt es eine AMG-spezifische Abrisskante und einen Diffusor in Wagenfarbe. Vom Achtzylinder-Modell SL 63 AMG unterscheidet sich der SL 65 AMG durch seine beiden eigenständigen Doppelendrohre und natürlich durch die V12-Biturbo-Schriftzüge auf den vorderen Kotflügeln. Außerdem bekommt der Wagen 19-Zoll-Leichtmetallräder in einem speziellen Design. 

Viel drin
Zur reichhaltigen Ausstattung des SL 65 AMG gehören unter anderem elektrisch verstellbare und klimatisierte AMG-Sportsitze. Deren Polsterung wird im Rautendesign abgesteppt. Das Stepp-Design findet sich auch in den Tür-Innenverkleidungen wieder. Die in den Kopfstützen untergebrachte Nackenheizung "Airscarf" sowie die kleine Armaturenbrett-Analoguhr des schweizerischen Spezialisten IWC gehören zum Serienumfang. Außerdem sind beim SL 65 AMG folgende Highlights ab Werk an Bord: Das Bang-&-Olufsen-Soundsystem, das Schlüssellos-System mit Fuß-Gestensteuerung für den Heckdeckel, das Comand-Navi und das Panorama-Dach. Optional steht auch ein Dach mit Magic Sky Control, also per Knopfdruck veränderbarer Transparenz, zur Verfügung. Das bei den Nicht-AMG-Modellen serienmäßige Blechdach ist für den SL 65 AMG nicht zu haben. 

ABC-Fahrwerk Serie plus Leichtbau
Als Fahrwerk spendiert Mercedes dem SL 65 AMG grundsätzlich das ABC-System. ABC steht für Active Body Control und sorgt dafür, dass Bodenunebenheiten automatisch ausgeglichen werden und die Wankneigung in Kurven gedämpft wird. Das Fahrwerk lässt sich zwischen den Stufen "Comfort" für die entspannte Langstrecke und "Sport" für athletische Einlagen verstellen. Der Agilität kommt auch ein erfolgreiches Abspeckprogramm zugute: Im Vergleich zu seinem Vorgänger verliert der SL 65 AMG 170 Kilogramm. Alleine der neue Aluminium-Rohbau bringt 110 Kilogramm Ersparnis. Weitere 3,2 Kilo kommen durch die Wandstärken-Reduzierung bei der Abgasanlage hinzu. Die Konstruktion hinter dem Tank besteht aus Magnesium und der Kunststoff-Heckdeckel wird von einem Träger aus Karbon gehalten. Nach EG-Norm bringt der Wagen allerdings immer noch 1.950 Kilogramm auf die Waage.


 

Weniger Durst, minimaler Leistungszuwachs
Der SL 65 AMG hatte bisher nie ein Problem mit seiner Leistung. Folgerichtig steigt die PS-Zahl nur minimal um 18 auf jetzt 630. Das maximale Drehmoment des 6,0-Liter-V12-Biturbomotors wird auf 1.000 Newtonmeter begrenzt. Dank neuem Getriebe, Start-Stopp-Funktion und Senkung der innermotorischen Reibung konnte der Verbrauch laut Hersteller im Schnitt um 2,4 Liter auf 11,6 Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden. Der Leistungszuwachs geht auf Turbolader mit vergrößertem Spiralquerschnitt, neue Krümmer und strömungsoptimierte Wastegate-Kanäle zurück. In 4,0 Sekunden spurtet der SL 65 AMG von null auf 100 km/h, in 11,8 Sekunden ist Tempo 200 erreicht. Bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Zum Vergleich: Der SL 63 AMG ist mit optionalem Performance Package in 4,2 Sekunden auf 100 und in 12,9 Sekunden auf 200 km/h. Ein Performance Package mit kleiner Leistungssteigerung steht für den SL 65 AMG nicht zur Verfügung. Das Drivers Package mit einer Anhebung der Geschwindigkeitsabregelung auf 300 km/h ist wiederum zu haben, der Preis dafür steht noch nicht fest. 

V12 erstmals mit Siebengang-Automatik
Bisher gab es die V12-Motoren von Mercedes immer in Kombination mit einer Fünfgang-Automatik - sämtliche anderen Getriebe des Konzerns hielten das enorme Drehmoment nicht dauerhaft aus. Jetzt haben die Ingenieure die Siebengang-Automatik für das brachiale 1.000-Newtonmeter-Drehmoment fit gemacht. Die zwei zusätzlichen Gänge sorgen für einen effizienteren Umgang mit dem Kraftstoff. Die bekannten AMG-Getriebeeinstellungen "Controlled Efficiency", "Sport", "Sport plus" und "Manuell" bleiben ebenso erhalten wie das automatische Zwischengas beim Runterschalten. Der neue SL 65 AMG wird ab September 2012 ausgeliefert, die Preise beginnen bei 236.334 Euro.


 

© Motor1.com