Wie zufrieden sind deutsche Fahrzeughalter mit ihrem Auto? J.D. Power hat es untersucht. Das US-amerikanische Institut für Marktforschung befragte über 17.000 Besitzer von zwei Jahre alten Autos, die im Schnitt eine Laufleistung von 38.700 Kilometer aufwiesen. Ergebnis: Insgesamt sank die Zufriedenheit im Vergleich zur letzten Studie von 2010. Halter beschweren sich aktuell beispielsweise häufiger über mangelnde Qualität und Zuverlässigkeit. Wir zeigen Ihnen in unserer Bildergalerie die drei jeweils führenden Fahrzeuge aus den von J. D. Power festgelegten Segmenten.
Sagen wir, wie es ist: Italienische Autos genießen mitunter einen schlechten Ruf. Allen Unkenrufen zum Trotz holte sich der Fiat 500 mit 818 von 1.000 Punkten bei der Zufriedenheits-Studie des Marktforschungsinstituts J.D. Power den Sieg im Kleinstwagen-Segment.
Ein weiterer Beweis, dass die einst belächelten Koreaner was richtig machen: 815 von 1.000 Punkten reichten dem Hyundai i10 in seiner Klasse für Platz zwei.
Auf dem dritten Platz landete bei den Kleinstwagen ein weiterer Ausländer, diesmal einer aus dem Zwergautoland schlechthin: Japan. Der Suzuki Splash erreichte 812 Punkte.
Und noch mal Asien: Bei den Kleinwagen haben im J.D.-Power-Zufriedenheitsreport die Japaner mit dem Mazda 2 die Nase vorn. Das Resultat waren am Ende 835 von 1.000 Punkten.
Billig heißt nicht schlecht: Die befragten Dacia-Logan-Halter hievten ihr Modell mit 832 Punkten auf Platz zwei bei den Kleinwagen.
Platz drei ist britisch-deutsch geprägt: 827 von 1.000 Zufriedenheitspunkten erzielte der Mini. Das Auto wird auch als Go-Kart unter den Kleinwagen bezeichnet, auch wenn das inzwischen abgenutzt klingt.
Auch in der Unteren Mittelklasse, gemeinhin auch Kompakt- oder Golf-Klasse genannt, holte sich Mazda einen Sieg: Der Mazda 3 sammelte unter seinen Fahrern 862 Zufriedenheitspunkte.
Die A-Klasse wurde von ihren Haltern mit 848 Punkten auf den zweiten Platz ihrer Klasse gehoben - und landete damit hinter dem günstigeren Mazda 3.
Trotz gewöhnungsbedürftigem Raumschiff-Cockpit und einer recht kleinen Motorauswahl: Honda durfte sich über Platz drei für den Honda Civic freuen. In seiner Klasse sammelte der kompakte Japaner 843 von 1.000 Punkten.
Ganz vorne im Mittelklasse-Segment steht in der Zufriedenheits-Studie von J.D. Power der Honda Accord. 860 von 1.000 Punkten bekam der Japaner zugesprochen.
Beliebter Schweden-Kombi: 859 von 1.000 Punkten bedeuteten für den Volvo V50 Platz zwei in der Mittelklasse. Volvo holte sich in der Studie auch den Gesamtsieg, nachdem es 2010 nur für den siebten Platz gereicht hatte.
Ein Verkaufsschlager ist der Opel Insignia nicht. Doch seine Kunden scheint der Passat-Konkurrent zu überzeugen: 839 von 1.000 Punkten heißen Platz drei. So mancher Opelaner würde sich sicher wünschen, dass sich das gute Abschneiden herumspräche.
Wie der Opel Insignia sammelte auch der Toyota Avensis 839 von 1.000 möglichen Punkten. Damit teilt sich der Japaner mit dem Rüsselsheimer Platz drei in der Mittelklasse.
In der Zufriedenheits-Studie taucht das Segment der Mittelklasse noch in einer Premium-Variante auf. Als zufriedenste Halter erwiesen sich hier die der Mercedes-Benz C-Klasse. Sie erhielt insgesamt 837 Punkte.
Auch auf dem zweiten Platz in der Premium-Mittelklasse wird deutsch gesprochen. Der BMW 3er kommt auf 832 von 1.000 Punkten.
Platz drei in der Premium-Mittelklasse belegt ebenfalls ein deutsches Modell, der Audi A4. Mit eingerechnet wurden auch die Sportmodelle RS4 und S4. Insgesamt sammelte der Ingolstädter 827 Punkte.
In der Oberklasse hat Mercedes ebenfalls die Nase vorn. Die Befragung von Haltern der E-Klasse - die in Deutschland gängigerweise der Oberen Mittelklasse zugerechnet wird - resultierte in 846 von 1.000 möglichen Punkten.
Mit dem zweiten Platz der S-Klasse macht Mercedes den Doppelsieg in der Oberklasse zwar perfekt: Doch damit das größere und teurere Modell der Herstellers hinter der weiter unten angesiedelten E-Klasse. Insgesamt holte der große Benz 832 Zähler - ganze zwölf weniger als sein kleinerer Bruder.
Kein Audi, kein BMW, sondern ein Volvo: Der V70 belegt in der Zufriedenheitsrangliste der Oberklasse Platz 3. Dafür sorgten die 827 Punkte, die das Modell von seinen Haltern zugesprochen bekam.
Auch die Halter von Vans wurden von J.D. Power in Bezug auf ihre Zufriedenheit mit ihrem Fahrzeug befragt. Hier sahnte der Ford S-Max ab: 846 von 1.000 Punkten bedeuten Platz eins.
841 Punkte sorgten für den zweiten Platz des Seat Altea bei der Studie. Offensichtlich sind die Fahrer des spanischen Golf-Plus-Derivats sehr zufrieden.
Auf dem dritten Platz des Van-Segments findet sich die B-Klasse von Mercedes wieder. 838 von 1.000 Zufriedenheitspunkten erreichte das Modell bei der Halterbefragung. Wieder liegt hier ein teureres Fahrzeug hinter günstigeren Vertretern der Klasse.
Japan und Deutschland auf Augenhöhe: Wie die Mercedes-Benz B-Klasse erzielte der günstigere Toyota Verso 838 Punkte. Damit teilen sich die beiden Modelle Platz drei.
Auch im Segment der Geländewagen ist wieder ein Mercedes vorne zu finden. Die Befragung von Haltern der M-Klasse ergab 854 von 1.000 Punkten.
Nur einen Punkt "unzufriedener" als die Halter der Mercedes M-Klasse waren die des größeren und schwereren Audi Q7: 853 bedeuten den zweiten Platz.
Der Volkswagen-Konzern holte sich mit dem VW Touareg auch den dritten Platz in der Zufriedenheitsrangliste in der Kategorie der Geländewagen: Möglich machten dies 835 von 1.000 Punkten.
Auch eine Markenwertung gibt es bei der Kundenzufriedenheits-Studie von J.D. Power. Freuen können sich die Schweden: Volvo (im Bild der S60) gelang mit 841 von 1.000 Punkten der Sprung von Platz sieben im Vorjahr auf Platz eins.
Immer noch vorne mit dabei: Mercedes landete mit 839 Punkten auf Platz zwei des Marken-Rankings. Ein sehr gutes Ergebnis, aber dennoch kein Grund für die Schwaben, in Jubelstürme auszubrechen. Denn 2010 belegten sie in der Zufriedenheitsrangliste noch den ersten Platz.
Mazda konnte sich in der Marken-Wertung der J.D.-Power-Untersuchung gegenüber 2010 um einen Platz verbessern: Mit 831 von 1.000 Punkten sorgten die Befragungsergebnisse der Halter dafür, dass die Japaner von Rang vier auf drei kletterten.