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Ein bisschen Sport: Abarth Punto Evo im Test

Mit dem sportlichsten Fiat Punto unterwegs

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Balocco (Italien), 22. Juni 2010 - In unserem kleinen Punto gibt es einen Kippschalter namens Manettino, den wir von "Normal" auf "Sport" umstellen können. Motor, Bremsen und Lenkung sind dann auf Dynamik ausgerichtet. Der Punto Evo von Abarth ist eben der sportlichste Punto - und nach dem offenen Sport-Knuddel Abarth 500C prüfen wir nun, wie sich das Punto-Evo-Modell auf der Piste macht.

Der Aerodynamik zuliebe
Die äußerlichen Unterschiede zu den Punto-Evo-Modellen von Fiat werden beim Abarth-Modell von der Aerodynamik bestimmt. Die Frontschürze kommt vergrößert daher, ihrer Schwester am Heck werden zwei seitliche Luftauslässe verpasst. Der in der Heckschürze sitzende Diffusor ist optisch präsenter und beherbergt zentral die Scheinwerfer für Rückwärtsgang und Nebelschlussleuchte - was an Formel-Fahrzeuge erinnern soll. Der Spoiler des Abarth Punto Evo wurde im Vergleich zu den Fiat-Puntos vergrößert. Zudem gehören schicke 17-Zoll-Alufelgen zum Serienumfang.

Innen: Asphalt
In der Kabine des Abarth Punto Evo fällt nicht nur der Manettino in der Mittelkonsole auf. Die Oberfläche des Armaturenbretts erinnert ein wenig an rissigen Asphalt. Eine nette Design-Spielerei, die zudem weich hinterschäumt und somit kartfest ist. Auch der Blick auf die Instrumente macht Spaß: Diese werden bei der Abarth-Version des Punto Evo von Jaeger geliefert und bieten im Vergleich zum Normalo-Modell größere Ziffernblätter für Geschwindigkeit und Drehzahlmesser. Die Sitze geben leicht sportlichen Halt, wer es rennmäßiger möchte, kann die Halbschalensitze "Abarth Corse" für 1.300 Euro Aufpreis bestellen. In Sachen Kofferraum-Funktionalität geht beim Sportler nichts verloren: Dank umklappbarer Rückbank-Lehne stehen bis zu 1.030 Liter Stauraum zur Verfügung.

Sportlicher - etwas
Das "Nach-vorne-Drücken" des Manettinos in die Position Sport hat spürbare Auswirkungen: Die Lenkung verhärtet ein wenig, der Motor spricht etwas direkter auf Gasstöße an und die Bremsen packen robuster zu. Von allem ein bisschen, aber eben sportlicher als beim Serien-Punto von Fiat. Das tiefer gelegte Fahrwerk lässt eine ganze Menge Restkomfort - es könnte ruhig noch eine Schippe mehr Härte vertragen. Besonders in schnell gefahrenen Kurven neigt der Punto Evo deutlich eher zum Untersteuern als sein kleinerer Bruder 500C - obwohl beide die elektronische Momenten-Verteilung TTC (Torque Transfer Control) an Bord haben. Aber Abarth muss ja auch noch Spielraum für das optionale Sportpaket "esseesse" lassen - damit liegt der kleine Flitzer voraussichtlich noch tiefer und richtig schön hart.

Multiair und größerer Turbo
163 PS leistet das 1,4-Liter-Turbo-Triebwerk des Abarth Punto Evo. 250 Newtonmeter Drehmoment stehen ab 2.250 U/min zur Verfügung. Ein vergrößerter Turbolader ist hauptsächlich verantwortlich für den Leistungszuwachs. So gerüstet, spurtet der Sport-Punto-Evo in 7,9 Sekunden von null auf 100 km/h - 0,6 Sekunden schneller als das Basis-Modell. Als Höchstgeschwindigkeit sind 213 km/h drin - ziemlich schnell für so einen kleinen Wagen. Dank der Ventilsteuerung "Multiair", eines spontan reagierenden Start-Stopp-Systems und Hochschalt-Empfehlungen hält sich der Verbrauch in Grenzen: Im Schnitt genehmigt sich das Euro-5-Triebwerk des Sportlers 6,0 Liter (Werksangabe) pro 100 Kilometer. Somit ist der Punto Evo von Abarth zwar nicht unbedingt brachial, dafür aber umso sparsamer.

Manuelle Sechsgang-Schaltung
Während der Abarth 500C serienmäßig mit einem automatisierten Fünfgang-Schaltgetriebe ausgeliefert wird, muss es beim Punto Evo immer eine manuelle Sechsgang-Schaltung sein. Diese hinterlässt einen alltagstauglichen Eindruck, die Schaltwege sind mittellang und das Einlegen der Gänge geht halbwegs präzise von statten. Mit einer Rennschaltung haben wir es hier nicht zu tun. Aber: Gegenüber der Halbautomatik des 500C kommt die manuelle Schaltung unseres Punto Evo ohne die gewöhnungsbedürftigen Wippbewegungen beim Gangwechsel aus.

Gesamtwertung
Der Abarth Punto Evo ist fraglos um Längen sportlicher als jeder Punto Evo der Muttermarke Fiat. Sein Außen- und Innendesign gefällt, die Fahrleistungen gehen in Ordnung, sein Verbrauch macht Spaß.

Allerdings könnte das ganze Paket in Sachen Fahrwerk noch etwas härter, in Sachen Schaltung noch etwas präziser und in Sachen Spurt noch etwas brachialer sein. Wer ein bisschen Sport will, ist mit dem Punto Evo gut bedient - wer es krachen lassen möchte, sollte einen Blick auf das esseesse-Paket werfen.

Modell Abarth Punto Evo
Motor
Bauart Reihen- Ottomotor, Turbolader
Zylinder / Ventile 4 / 4
Antrieb Frontantrieb
Getriebe Schaltgetriebe
Gänge 6
Hubraum 1.368 cm³
Leistung 120 kW bei 5.500 U/min
max. Drehmoment 250 Nm bei 2.250 U/min
Fahrwerk
Bremsen vorn Scheibenbremsen, innen belüftet, 305 x 28 mm
Bremsen hinten Scheibenbremsen, 264 x 11 mm
Lenkung elektrische Dualdrive- Servolenkung mit Sport- Modus
Radaufhängung vorn McPherson mit verstärktem Stabilisator
Radaufhängung hinten Verbundlenkerachse mit Stabilisator
Räder vorn 215 / 45 R17 auf 7 x 17 ET39
Räder hinten 215 / 45 R17 auf 7 x 17 ET39
Spurweite vorn 1.483 mm
Spurweite hinten 1.470 mm
Maße
Länge 4.065 mm
Breite 1.721 mm
Höhe 1.490 mm
Radstand 2.510 mm
Leergewicht 1.260 kg
max. Zuladung 405 kg
Kofferraumvolumen 275 l
Tank 45 l
Kraftstoffart Super
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 213 km/h
Beschleunigung (0-100 km/h) 7,9 s
Verbrauch gesamt 6,1 l/100 km
Verbrauch innerorts 8,0 l/100 km
Verbrauch außerorts 5,0 l/100 km
CO2-Emission 142 g/km
Schadstoffklasse Euro 5

Stand: Juni 2010


Modell Abarth Punto Evo
Grundpreis 19.400 €
Ausstattung
ABS Serie
Beifahrerairbag Serie
Fahrerairbag Serie
ASR Serie
CD-Radio Serie
elektr. Fensterheber vorn Serie
elektr. Schiebedach 870 €
elektr. verst. Außenspiegel Serie
ESP Serie
Klimaanlage Serie
Klimaautomatik 350 €
Kopfairbag hinten Serie
Kopfairbag vorne Serie
Lederausstattung 1.300 €
Leichtmetallfelgen Serie (17 Zoll)
MP3-Radio Serie
Nebelscheinwerfer Serie
Seitenairbag vorne Serie
Tempomat 150 €
Zentralverriegelung Serie
Sonderausstattung
Knie-Airbag für Fahrer Serie
Berganfahr-Hilfe Serie
Torque Transfer Control Serie
Sportfahrwerk Serie
rot lackierte Bremssättel mit Brembo-Bremsanlage vorn Serie
getönte Scheiben hinten Serie
Doppelrohr-Sportauspuffanlage Serie
Sportinstrumente mit Ladedruckanzeige Serie
Sport-Boost-Schalter Serie
Start-Stopp-Automatik Serie
Schaltpunkt-Anzeige Serie
Funkfreisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung Serie
USB-Anschluss Serie
Mittelarmlehne vorn mit Ablagefach 150 €
Regensensor 150 €
Reifendruckkontrolle 250 €

Stand: Juni 2010


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